Sex Sachen, die ich nicht verstehe

Einz – „Das Urlaubsklopapier“

Wenn man gemütlich am Ort der Ruhe sitzt, verwendet man ja ein gewisses Zellstoff-Produkt. Macht jeder, kennt jeder, und es gibt sogar ´nen Kinder-Abzählreim dafür. (Siehe unten) Was ich aber NICHT verstehe, warum man das Papier mit einem riesigen Schriftzug „Holiday“ bedrucken muss. Wie verstopft muss man sein, um das als den kleinen Urlaub zu betrachten? Oder wie Scheiße sind die Urlaubsplanungen der Leute?

Zwei – „The Kindley Ones“

Großer Hype, großer Bohei: „The Kindley Ones“ von Jonathan Littel. Bis jetzt eins der unterwältigsten Bücher des Jahres – kein Geschichtsfluss, komplett konfus, und diese dauernde Name-Rang-„War auch da“ Aufzählung ist ein perfektes Beispiel dafür, dass „Mehr und „Besser“ wenig miteinander zu tun hat. Ernsthaft: Das Buch zu lesen ist so dröge, das alles, was eigentlich spannend sein könnte den Charme eines Telefonbuchs gewinnt. Fehlinvestition, lasst die Finger davon!

Trei – Unfreiwilliger Umzugs-Professional

Nun bin ich ja wieder einmal Umgezogen. Und habe mir das „Wieder einmal“ verdient, ganz ehrlich. Eine Liste des letzten Jahrzehnts liest sich folgendermaßen:

  1. Kempten – München
  2. München – München (Umzug innerhalb der Stadt)
  3. München – Dresden
  4. Dresden – Kempten
  5. Kempten – Darmstadt
  6. Darmstadt – Essen
  7. Essen – Essen (Umzug innerhalb der Stadt)
  8. Essen – Darmstadt
  9. Darmstadt – Darmstadt (Umzug innerhalb der Stadt)
  10. Darmstadt – Hamburg
  11. Hamburg – Obergünzburg
  12. Innerhalb der nächsten Wochen / Monate:  Obergünzburg – München

Jawohl, das sind zwölf Umzüge. Zwölf mal alles einpacken, alles auspacken, Zeug an die Wand hämmern, Löcher in der Wand stopfen, Zeug schleppen, Rechner auf- und abbauen, Nachsendeauftrag, ummelden und und und und … Sollte ich dafür nicht eine Auszeichnung bekommen? Den goldenen Paketband-Abroller, oder wenigstens die silberne Bandscheibe?

Fier – Das Tippspiel

Und wo wir gerade beim Verstehen sind: Beim neuen Arbeitgeber, ATEC Business Information, wo ich mittlerweile die Redaktion der „digital production“ tatkräftig mit Rechtschreibfehlern, Onlineweisheiten und Trans-Jodellation unterstütze (Ernsthaft: Stehen ein Westfale, ein Pfälzer und ein Allgäuer beim Rauchen, sagt  der … ihr könnt euch vorstellen, wie’s weitergeht) , läuft gerade ein WM-Tippspiel. Und nun muss ich ehrlich sagen, dass ich es nicht verstehe – Exel-Tabellen, monströs hohe Punktstände, ein Dutzend Farben für verschiedenen Zustände und noch viele Sachen mehr, die mich in den Verdacht bringen, das die WM insgeheim von Microsoft gesponsort wird – denn nur mit der Access/Exel-Kombination kann man den Daten-Aufwand noch verwalten! Fußball juckt mich aber immer noch nicht, und ich wünsch mir, es wäre möglichst schnell vorbei. Wenn ich es richtig verstanden habe, muss ich dafür heute Abend Argentinien die Daumen drücken. Aber eigentlich isses mir sogar dafür zu egal…

Pfünf – Weihnachten im Sommer

Warum machen wir Weihnachten nicht im Sommer? Da hätte der Nikolaus wengistens in seinem Outfit ein wirklich rotes Gesicht, und Winter-Freuden kommen bei der Klimaanlage bei mir um die Ecke auch auf. Dazu ist ja mit dem baldigen Umzug der Wunschzettel wieder frisch aufgefüllt. Und nein, keinen Toaster, keine Eismaschine und sicherlich keinen Seifenspender. Aber so ein kleine Vollformatkamera, zum Beispiel, oder eine niedliche CS5 Master Collection…

Sex – Win7/iPhone4

Ach ja, und hier noch der News-Teil: Ich bin mittlerweile auf Windows 7 umgestiegen, und nach einer mehrfachen Installation (3 mal  – anscheinend gibt es ein kleines Problem, wenn man eine Reihe von Festplatten drin hat) läuft es sehr fein, man muss nur das ganze „Eye-Candy“ abschalten – man kommt sich ja vor wie auf einem Mac, und wer so ineffizient den Fenstern beim Auf- und Zu-Fliegen zuschauen will, dem ist nicht zu helfen. Ansonsten läuft das System aber sehr flüssig, und in mancherlei Hinsicht sogar zu schnell.  (Immerhin kann man die Leistung Runtertakten, und dann kommt trotz Monstersommer die Kühlung noch mit. Prozessor ist mittlerweile um 10% pro Kern runtergestuft.) Das iPhone 4 war mein Lacher der Woche, weil ein Telefon, dass das Signal verliert (wer es noch nicht mitbekommen hat: Vergisses, musst nicht verstehen, hohl dir Lego) wenn man es ans Ohr führt ist halt einfach genau die Art von sorgfältigem Design, innovativem Ansatz und kompletten Versagen, die man von den Marketingspezialsliten aus Cupertino erwartet.  EPIC Fail, Leute, EPIC!!!!

P.S Jaaaa, und wegen dem Sex in der Überschrift: Ich lese mich gerade in die Tiefen des SEO-Boheis ein, und je mehr man liest, desto verschlampter isses – billiger Content, teuere Maßnahmen. Und was wäre besser? Genau8, guter Content, und saubere Technik. No need for SEO-Sluts! Aber wieso ist der Supergag „Sechs/Sex“ ausgerechnet beim Technik-Aufzählungspunkt? Muss ich mir Sorgen machen? Oder ist das Wort Nerdgasm mittlerweile fest eingebaut? Und beschreibt einen Zustand?

P.P.S Der versprochene Abzählreim
Wenn der Aff zum Scheissen geht,
geht er hinters Haus.
Wenn er kein Papier ned hat,
nimmt er einfach d‘ Faust
Faust rutscht aus
und du bist raus.