Bye Bye ICQ…

r.i.c_071Nachdem ich nun gerade für das Buch einen längeren Artikel über das Thema Markentreue und Internet geschrieben habe – mit der Essenz „Gibt’s nicht, insbesondere nicht bei Services mit Free/Fremium-Modellen“ (Warum genau, das lest Ihr im Buch, wenn es denn mal raus kommt!) habe ich wie üblich in der Schreibpause den Chat-Client angeworfen, um zu kucken, wer denn so online ist, um mein nichtdenkendes  Palaver  Schreib-Pause ist Denkpause, falls sich jemand wundert. Wer sich nicht wundert, kennt mich und steht auf der Chatliste 😉 abzufangen.

Und guck auf den ICQ-Account.
Den ich so gut wie nie verwende,
den ich nicht brauche.
Der komplett von der Mischung aus Facebook, Skype und Gtalk abgelöst wurde.
Also?

Ciao ICQ. War schön mit dir, aber jetzt raus.

Und wer es nicht schafft,
bei den Protokollen mitzuhalten
(da es ja echt nicht sooo viele sind, und auch nicht sooo hektisch zugeht),
ist es nicht wirklich wert, mit ihm/ihr zu reden, oder?

It's only the End of the world… Zifix.

Tasty, innit?

There is a slight tumult going on. I don’t mean in my tummy ort anything, but I’m rather of two minds about two certain things. That amounts to four minds, which is okay, because now they aren’t alone and can see other people. Where was I ?Yes, being of two minds when it is about the language. In recent weeks, whenever I mean something seriously – or even remotely honest – I have been switching to english. And I don’t know why!

Possible reason may include watching every episode of Doctor Who, or that whenever I take in a movie I prefer the original, or re-reading my Neil Gaiman-Collection, or simply the fact, that I don’t make half as many typos and mistakes when typing english than when typing german, which is a bit of fun, actually, since my job is to write in german; but nevertheless, the old nickname „Fehla Beier“ still stands, and I am still the undefeated champion of overly long, winding, senseless sentences with a typo/word-average above 5. So, where do I go from here? Is my subconscious telling me to pack my stuff and head for the white cliffs of Dover? Shall I try to become the twelfth doctor (which I don’t want to be – I wish a long run for Matt Smith, who basically managed to change the role so far whilst staying true to it that it was possible to follow David Tennant without become a mockery! Well Done, Mr. Smith!) or maybe I just need to write for an english paper. That might be a bit of a problem – even my english is far superior to most people, especially Martians (uneducated ones), Bavarians (equally uneducated), South-Americans (the tribes that haven’t encountered english-speaking folk yet, which could be also said of a few „tribes“ from my native area, the Allgäu), it still leaves something to be desired compared to actually english spoken people. Translations, as one might add, aren’t my cup of tea either – not because I don’t know what the people want to say, but the german typos creep back in.

If you counted so far, there is a german mind, an english mind, and a doctor’s mind, so actually  I am of three minds currently. Which sounds rather unhealthy, but what the heck, at least I got beer. And with that sentence I know that it is very unlikely that I’ll ever got to america, and even Britain becomes something of a pipe dream. And while were at the topic of pipe dreams: the whole stuttered essay was to present some text around the picture above, which must be the doing of a photographers mind. There you have it – four minds. What do you expect?

31-30-17-2011 & Gunkl

r.i.c. 2010_12_234 Oh Gott, die Glocken! (Hier bitte vorstellen, wie ich wie Quasimodo durch das Zimmer wanke, und mir den Schädel halt). Wo kommt nun dieses infernalische Geschepper her? Nun, es ist einfach ein architektonisch-Physikalisches Phänomen. Der Kalk im Hirn rieselt mit dem in den Knochen um die Wette und die Mumien im Museum begrüßen mich mit High-Fives.

Ohne Witze: Ich bin mittlerweile so alt, dass mir meine früherer Erkenntnis „Trau keinem über Dreissig!“ – das Selbstvertrauen raubt, weil ich nun definitiv über Dreissig bin. Aber weil das Leben ja nicht nur Halbvoll und Halbleer sein soll, ist trotz altersgebeugtem Kreuz und wer sich jetzt fragt „Was soll den schon stressen?“ Dann ist die Antwort höchstwahrscheinlich „Der, der Gerade fragt!“ doch auch Positives, denn es gibt neue Gesprächsoptionen!

ric_049 Kamen zum Dreissiger „Na, das muss ich jetzt nicht verstehen!“ und „Das Problem mit deiner Generation ist, das ihr glaubt den Sex erfunden zu haben!“ in die Palette der Möglichkeiten – und gerade das mit dem Sex verwende ich überraschend oft, ist zum Einunddreissiger jetzt Folgendes freigeschalten: „Früher häts das nicht gegeben!“ und „Ach, die Jugend von heute!“ und „Wenn ich noch so jung wie du wäre„. Freu mich allein deswegen ja schon so ein bisserl auf den 32er, weil da gibts dann auch wieder Möglichkeiten, unter anderem den Klassiker „Ich bin zu alt für diese Scheisse!„. Und hoffentlich gewöhne ich mich im kommenden Jahr daran, ge-Siezt zu werden.

Und mittlerweile ist es ja eine kleine Tradition, zum Altern den großartigen Gunkl zum Thema Geriatrie zu Worte kommen zu lassen. Herr Professor Paal, was sagen Sie dazu?

Ich möchte ein bißchen über´s Älterwerden plaudern. Also keine gereatrischen Phänomene, wie was macht man bei einem Kolbenreiber im künstlichen Hüftgelenk – Sondern so Älterwerden light- so ab 30. Das ist ein bißchen ein sensibles Alter, so ab 30. Nicht, daß es ein nicht sesibles Alter gäbe, aber so ab 30 ist ein bißchen ein sehr sensibles Alter.

Also, der 30ste Geburtstag selbst ja noch nicht. Der gilt zwar als Wendemarke, aber das wird lauthals abgestritten, alle Freunde sind da, und es wird ganz groß gefeiert, und man ist so gut drauf – „Burschen, schauts mi au, i bin 30, oba es is ma wuascht!- und alle sagen “ Bravo, du scheißt di nix!“ Da wird gelauthalst, daß das doch überhaupt kein Thema ist -“ 30 Na geh bitte!, Na, wos soi jetzt sei, in Woaheit bin i an Tog öta gwuadn, na, wos soi jetzt sei?!“

Und man bietet der Zeit die Stirn.- Was ein Schwachsinn ist,- in zweifacher Hinsicht; erstens haut die Zeit nicht auf die Stirn, sondern aufs Zahnfleisch, auf den Magen und aufs Fettgewebe, und zweitens: die Zeit…. hat ja Zeit…..Da steht man dann da,(Kämpferpose) „Schicksal, schlag nur zu, wir wollen seh´n, wer früher müd´ ich oder du!“(Naja-Blick) Und irgendwann kommst drauf, daß du nimmer so fett essen kannst – „Richtige Männer essen spät, heiß fett, scharf, schnell und viel-“ war einmal. Und du hast so das Gefühl, daß dich jeder Rausch Jahre von deiner Leber kostet. Und dir fällt auf, daß die Regenerationsphasen nach einem Rausch immer ein bißchen länger werden, -dafür werden die Räusche immer ein bißchen verzweifelter.

31ster Geburtstag, 32ster Geburtstag – und es interessiert niemanden, daß du jetzt 31 bist, und du scheißt da nix, daß du jetzt 32 bist, owa es is dir wurscht! Weil es IST wuascht! – du bist jetzt 31, 32 . Völlig uninteressants Alter.

Und das ist dann das Alter in dem man bemerkt, daß die wirklich wichtigen Dinge im Leben – offenbar alle großräumig vor dir ausgewichen sind. Das macht aber nichts, weil du auf die G´schwinde gar nicht sagen könntest, was die genau sind. Trotzdem gibt´s dann eine Phase, in der man sehr vielen Menschen auf den Nerv geht, weil man dauernd erzählt von den vielen Chancen man im Leben gehabt hat, und wie leid es einem tut, um die vielen Chancen, die man verpaßt hat; und man weiß genau, daß man jede Chance, die sich geboten hat, so gut genützt hat, wie es nur irgendwie ging,- und das ist dabei herausgekommen, – mehr hat das Schicksal nicht im Sackerl gehabt.

Wirklich große Veränderungen, die jetzt noch drin sind, in der Biographie, sind maximal eine Scheidung oder eine Kündigung, mehr ist da nicht drin, man weiß, das geht jetzt so bis hint´ ausse. Das ist keine Torschlußpanik, die einen da befällt, das ist eher das Gegenteil; Also, nicht das Gegenteil von einer Panik, das Gegenteil von einer Torschlußpanik; das Tor steht weit offen, und es steht noch lang offen, aber du weißt genau, es gibt nix mehr, das wird´s gewesen sein!

Man sieht den Abgrund am Ende des Tunnels. Es ist ein bißchen ein sensibles Alter. – Man ist auf einmal so alt, wie man vor einigen Jahren nie geglaubt hat, daß man je werden könnte, und wenn man ein verliebtes 16jähriges Pärchen neben sich im Aufzug ungeniert schmusen sieht, denkt man sich: “ So jung war ich nie!“

Gunkl

 

Die Bilder sind aus einer Session mit der Augsburgerin, Mitte Dezember. Genaugenommen genau 33 Tage her. Viel passiert in der Zeit…

Not yet dead – just smelly and sleeping

Als Beweisbild: Der Bär lebt.
Als Beweisbild: Der Bär lebt.

Entgegen anderslautender Anfragen bin ich weder tot noch ausgewandert. Der Bär ist sehr wohl noch unter den Lebenden. Aber angesichts des Fortgeschrittenen Alters hat er endlich eingesehen, dass man besser nichts sagt, wenn man nichts zu sagen hat, und das bisserl, was er zu sagen hat, sagt er entweder bei der Digital Production oder auf Facebook, oder unter dem Bett liegend, flüsternd in den Gitarrenkoffer.

Was mich ja zu den Neujahrsvorsätzen bringt. Nächstes Jahr fällt weihnachten für mich komplett aus. Sogar die diesjährige Minimalvariante war schon alles andere als entspannt. Dagegen wird die Liste der Vorsätze des Jahres wesentlich früher geplant, und nicht erst am Abend zuvor.

Bis jetzt folgendes:

1) Ehre den Leberkässemmel mehr.

2) Vergiß darüber die Breze nicht!

3) Schon im Oktober vor den Jahresrückblicken verstecken.

4) Insbesondere im September.

5) Sinnvolle Aussagen sind 2011 optional.

6) Mach dir mal Gedanken über den Systemwechsel bei der Kamera.

P.S. More pics on the Way. Watch flickr.

Photokina 2010 (NSFW!)

Bild: Photokina Presseserver

Kontra – die Photokina ist rum (für mich zumindest) und die wichtigsten eindrücke, versammelt in einem Podcast. Zum einen, weil ich das schon ewig nicht mehr gemacht habe, zum anderen weil ich den neuen Recorder mal ausprobieren wollte, ohne das um mich herum alles tost. Also hier nun die Eindrücke (bereinigt von den langweiligen Details, deswegen ab und an Schnitte).

Photokina-Podcast

Und aus Protest ohne eigene Bilder.


P.S.

Aber da ich auf die im Podcast angesprochene Aktion des „Objektiv-Checks“ mehrmals angesprochen wurde – immer mit dem Unterton „Das ist ne Verarsche, oder? Du hast doch immer erzählt, das Fotografie so ’ne ernste Sache wäre, insbesondere die Aktfotografie und das war also alles nur Blah-Blah!„, dann müsste ich darauf antworten: „Für jedes Ballethaus gibt’s nen Strip-Schuppen, für jedes Fachmagazin ein Pornoblättchen. Menschen sind so.

Steinscheisser Karl

Wer hat Lust mit mir Steinscheisser Karl zu spielen? Die Regeln sind denkbar einfach: Man darf nicht fragen „Wer?“ weil dann kann der gegenüber sagen: „Der Steinscheisser Karl“ und man hat verloren. Hört sich doof an, macht aber Spaß.

Gott bloggt

Ich habe es immer vermutet, und jetzt sagt ER selbst, was Sache ist. Pflichtlektüre für Atheisten, Agnostiker und Theisten.