Haarige Sachen, kurz vor der Rasur

Dreimal haarig:

1) Wie haarig müssen die Zähne einer Person sein, wenn es ein halbes Jahr braucht, bis das Vordiplom ausgestellt wird?

2) ich muss dringen in den Hundesalon oder zum Schafscherer – die Matte nimmt Biblische Dimensionen an und hindert mich fasrt , diesen Film zu sehen:

3) „Fell: eine imaginäre Biographie von Diane Arbus“. Auch wenn ich nicht recht weiß, wie nahe der Film an der Realität war, strotz er vor einprägenden Szenen:

Die Überblendung vom Bordell zum Beerdigungsinstitut ist weniger verstörend, als man denkt. Verstörend ist nur der Wechseln vom der Leichenhalle zum Restaurant.

Das Wiedererkennen der Menschen in ihren Bildern – die Freaks und Spinner, Transvestiten und Aussenseiter – hat denselben Effekt wie „Stargäste“ in Sitcoms.

Offizielle Website zum FilmMehr zu Diane Arbus

Fell – Robert Downey Junior als “Lionel”

Warum klingt die Anweisung „Take off your camera“ obszöner als alles, was je in Kinos mit Roten Vorhängen und schlecht beleuchteten Sälen lief? Und ich beziehe mich jetzt nicht darauf, das es Robert Downey Junior sagt, oder das er hier einen Komplett behaarten Kopf hat. Chewbacca-behaart, nicht Tom Selleck – behaart.

Das Einlegen des Films in eine Rolleiflex KANN eine immense Faszination ausüben – insbesondere, wenn Nicole Kidman dies tut.

Alles in allem: Besser als dieser Film. Wenn auch nicht so Fotografielastig, wie ich mir das vielleicht gewünscht hätte. Sehenswert, aber sehr langsam. Und wundervolle Schauspieler. „Lionel“, der an Hypertrichose leidende Nebendarsteller wird sowohl menschlich als auch abstrakt gespielt – nie ist er ein Mensch, immer nur das, was Diane Arbus (Nicole Kidman) ihn ihm sieht. Zumal hier das „fiktive“ der Biographie zu Vorschein kommt. Der Real existierende „Lionel der Löwenmensch“ starb bereits 1932 in Italien, wodurch die Affäre mit einer Elfjährigen Diane Arbius hätte stattfinden müssen. Kidman hat die Rolle ähnlich angelegt wie in „The Others“ – ruhig, zurückhaltend, niemals um Sympathie heischend – das Gegenteil des Hollywood-Grimassenkinos.

Winterfood – Gewissenberuhigendes Grillgemüse

Gewissenberuhigendes Grillgemüse –
Die Zeit rückt näher. Ich rede nicht vom Meteoriteneinschlag, sondern vom Grillen. Dieses Gericht ist so popel-einfach, das es eigentlich schon fast verboten gehört. Wir brauchen:
Kartoffeln / Tomaten / Zucchini / Zwiebeln / Butter / Alu-folie / Kräuter, Salz und Pfeffer

Wir machen es:
Wir schneiden alles in Scheiben (Diee Kartoffeln etwas dünner), verteilen Butterflocken darauf und Kräuter und wickeln es in ca. 3 Lagen Alu (mehr ist besser) und werfen es auf den Grill. Da es fest verschlossen ist, kann man es auch noch während dem Anheizen drauflassen – ca. eine halbe Stunde oder länger am Rand, evtl kürzer. Immer schön bewegen die Dinger – ca. 2 Umdrehungen pro Bier 😉 – und fertig. Runternehmen und zu den Würsten.
Dieses „Basic-garen“ ist einfach, man kann fast jedes Gemüse verwenden und gerade beim Wintergrillen (in ca. 2 Wochen) perfekt.