Alltagsfragen

Wohnt ihr eigentlich auch in WGs?
Wenn ja, sind eure Mitbewohner auch komisch?

Ein beispiel für meine: Ich koch mir nen Eintopf. Linsengericht, Erstgeburtsrecht, ihr wisst schon, was ich meine. Das braucht seine Zeit.
Da bleibt der Esslöffel, den man zum Rühren verwendet mal gleich im Topf. Das köchelt so vor sich hin, und wenn man dann nach einer Weile wieder in die Küche kommt, fehlt der Löffel.

http://youtube.com/v/7gW77SW0DLU
Religion muss volksnaher werden.


P.S. Löffel gefunden, war reingefallen – der Topf ist doch etwas größer.
Angenehmer Beigeschmack!
Arzt, der mir das Teil aus dem Hals entfernt hat, meinte dafür sind jetzt meine Eisenwerte perfekt.

Wörterschlachtung

Habe gerade einen Artikel aus der Nature übersetzt – der soll als fürs Semesterprojekt verwendet werden. Das Ding selber ist monströs, und nachgeschlagen habe ich folgende Wörter:

anterior
tantalizing
intrinsically
respiration
entrain
acetyltransferase
elucidate

Wer also bei all diesen Wörtern sagt: Hätte ich doch gewusst! kann a) besser Englisch als ich und b) ist eine fiese Kameraden-Sau, weil er/sie mir die Arbeit nicht abgenommen hat. Weißt du eigentlich, wie lange ich mir da den Kopf zermartert habe!?!?!?!?!

The Machine is Us/ing Us

http://youtube.com/v/6gmP4nk0EOE
Wer immer noch nicht weiß, was denn „Onlinejournalismus“ ist, was das mit dem www eigentlich soll und wie man damit umgeht und was dieser ganze Trara eigentlich ist:
Ein recht gut gemachte Zusammenfassung, die zwar viel außen vor lässt (Aufmerksamkeit ist begrenzt) aber doch das wichtige auf den Punkt bringt.
Und ja, ich sehe das ganze etwas unreflektiert positiv, aber man kann halt nur eine bestimmt Menge an Sachen reflektieren.

Apropos reflektieren: Weiß jemand, wo ich eine reflektierende Sprühfarbe herbekomme, um meine Rollläden vor den Schlimmsten Auswirkungen des Sommers zu schützen?
OK, eigentlich sind mir die Rollläden egal, ich will nicht das das Zimmer dahinter eine Sauna ist.
Womit ich jetzt nichts gegen Sauna sagen will. Ich mag Sauna. Aber halt nicht 14 Stunden am Tag….

Und zum Thema Studium:
Ich finde es sehr bedenklich, das man schon bevor man sich an das (zugegeben Komplexe) Dokument macht, das man verstehen muss fürs Semesterprojekt (Erzähle ich ein Andermal mehr darüber), die erste Handlung (noch vor dem Lesen des Artikels) ist, Google Docs, den Chatclient, die Leo-Sidebar und Youtube zu starten (Die Wikipedia ist eh offen) – alles Web2.0-Sachen, die einem helfen sollen, sich von der Arbeit abzulenken.
Weil bevor wir uns was überlegen, chatten wir erst mit Kommilitonen, betreiben Documentsharing und bloggen darüber. OJs sind komisch, keine frage….

Es leeebt!

Vier Hühner wurden enthauptet in finstrer Nacht,
Von Anbruch des Tags bis Tief zum letzen Strahl der verglühenden Sonne
dem Teufel zum Opfer gebracht!
Für diese kleine, leise Wonne.

Im Grauen Plastik ward Erde beharkt und gewässert,
das dort wächst eine gigantische Hecke
das Plastik zur Sonne gewendet und ausgebessert,
das Fenster verstellt zu schäbigem Zwecke.

Nun spitzt er durch die Erde, der rotblättrige Basilikum
ich habe es nach zwei Dutzend Jahren doch geschafft
und wenn ihr lacht, so sei es drum –
ich habe es nach zwei Dutzend Jahren doch geschafft

Habe gegossen, gepflegt und selten vergessen.
Nun habe ich Basilikum zum Essen!

green

Und ja, das ist ein englisches Sonett.

http://youtube.com/v/4cbNM7BPUic
Richard Jeni über das Rauchen. So wahr!

So heiß wie die Nacht dumm ist.

Mein Gehirn ist mittlerweile beständig im Modus „Höhere Vernunft„.
Das liegt an mehreren Faktoren – einer ist sicher, das ich heute Nacht den Artikel für das Semesterprojekt geschrieben habe, 15.000 Zeichen geballte Wissenschaft, von IHR live redigiert und IHR wird das bei der Schlussredaktion sicher noch Kopfschmerzen bereiten. Aber Köpfe haben es heute sowieso nicht leicht – weil es so monströs heiß ist, das ich kaum den Rechner zu starten wage, weil das zwangsläufig im Hitzetod der Grafikkarte endet – und ja, die ist übertaktet, eure etwa nicht?

Aber das ist gar nicht schlecht, unter Umständen. Weil ich aufgrund DIESER Empfehlung von IHM heute DAS gekauft habe.
Oh Gott, kann ich da nur sagen.
Ich erinnere mich an Zeiten, wo man den Playboy lesen konnte – nicht nur kucken.
Es gab Zeiten, wo man vor oder nach dem Kucken der Bilder in jedem Heft eine Portion Lesestoff hatte.
Ja, diese Zeiten sind vorbei.

Aber gehen wir es der Reihe nach durch:
Das Interview mit Konstantin Wecker. Das ist kein dummer Sportler, ausdruckseingeschränkter Wirtschafts-heini oder fad-öliger Politiker (Gruß an die Regierungskoalition!). Das Ist ein Poet, Schriftsteller, Komponist und Schauspieler. Und was fragt man den?
Genau, der Kollege vom Schundheftchen hat es als passend empfunden, die paar Fakten aus dem Einband nochmal abzufragen, den Gesprächsbereiten und offenen Menschen gegenüber mit Fragen zu belästigen wie: Sagen sie mal, Herr Wecker, bei Ihren Drogengeschichten, was war da das Schönste und was war da das Schlimmste?
Genau, diese Frage hatte ich erwartet. In der Schülerzeitung.

OK, nach vier Seiten habe ich dann Panisch vor und zurück geblättert, weil mehr war es nicht.
OK, man hat das Geld ausgegeben, schaut man sich den Rest an.
Und siehe da, es war erheiternd! Ein 20-Seiten-Special über Männerkosmetik (warum Männer Kosmetik verwenden sollen, ist mir nach wie vor schleierhaft. Immerhin haben wir es doch schon lange genug vermeidet, und sind technisch soweit sozialisiert, das wir in der Lage sein sollten, die Schönheitsideale als Photoshop-Kreationen zu erkennen. Oder glaubt ihr, die Schauern wirklich so aus? Bin ja immer wieder von der Blauäugikeit der Menschen erstaunt, die Bereit sind, an die Schönheit zu glauben und einen Gutteil ihres Konsums auf die Verwirklichung eines Sinnlosen weil unerreichbaren Ideals zu verwenden.)
Aber nein, der Spieljunge hatte noch mehr zu bieten.. Kurze „technische Berichte“ (genannt „Pressemitteilungen vom Hersteller“. Unser PR-Prof hätte Nasenbluten bekommen!), „Reportagen, die gnädig kurz und unreflektiert waren. Die Themen: Poker und Kunstflieger. Poker weil es angeblich cool ist, und Kunstflieger, weil … ja, warum denn? Wäre ein Schöner Einstieg für die Klimaschutzdebatte, aber Grafiken, wie die Flieger fliegen sind wichtiger, das gebe ich zu.

Zusammengefast:
Der Nährwert dieser Zeitschrift ist Ästhetisch und Inhaltlich kleiner oder gleich Null.
Tut mir leid, Jungs, ich weiß, das ihr in München, meiner Lieblingsstadt sitzt, und euch sicher Mühe gebt, aber das war halt die letzte Ausgabe von eurem Heftchen, die ich in die Hand nehme.

http://youtube.com/v/l1WKmoUrDiQ
Noch schneller, ein bisschen mehr fun, und genauso grausam zum anhören….