Re-launch

Wir hatten ja dieses Semester Projektanagement. Und da war dauernd von Multimediaprojekten die Rede , habe ich jetzt auch etwas mit einem „hard launch“ in die Welt gebracht. Kick-Off war heue morgen um 8 Uhr, Definitionsphase war um 10 Uhr vorbei und jetzt isses soweit…. TADAAAAA!!!!!

p.s: sorry wegen der dummen aglizismen, die scheinen da dazuzugehören….

Es geht mich nichts an! – Gunkl

Eine dieser Errungenschaften ist die Trennung von Privatem und Öffentlichem.
Die Trennung von Privatem und Öffentlichem ist ein Kulturgut; vielleicht nicht so offensichtlich wie die Demokratie, aber bestimmt so wichtig wie ein Mindestmaß an Umgangsformen. Es ist wichtig, daß man sich bei seinen Gefühlsäußerungen aussuchen kann, wer sie sieht, und genauso wichtig ist es, daß man sich aussuchen kann, wessen Gefühlsäußerungen man sich anschaut.

Ich denke, jeder Mensch hat soviel Anstand, daß er nicht auf eine fremde Hochzeit geht, sich neben das Brautpaar stellt und das Brautpaar anglotzt, um eine Gefühlsregung zu sehen. Niemand würde es wagen, auf irgendein Begräbnis zu gehen, nur um jemanden weinen zu sehen.

Das Fernsehen und manche Zeitschriften tun aber genau das. Ich möchte den aufklärerischen oder zumindest informativen Aspekt von Kriegsberichterstattung einmal ausklammern. ich rede davon, daß sich das Fernsehen selbst zu den Eltern von irgendwelchen Skirennläufern nach Hause einlädt, und diesen Eltern beim Hoffen und Bangen zusieht, und zwar ganz genau und ganz nah zeigt mir die Kamera jemanden, den ich nicht persönlich kenne und der vor allem mich nicht kennt, bei tiefsten Empfindungen. „Jössas, Mama, da Bua!“-

Es geht mich nichts an!
Mich und alle Fernsehzuschauer geht das nichts an! Manche Zeitschriften durchwühlen sogar den Hausmüll von Prominenten, und drucken den dann viefarbig und kommentiert ab, oder sie photographieren diese Menschen beim Austausch von Zärtlichkeiten und bezeichnen das dann als schamlos(Muß man sich ja einmal vorstellen, aus tausend Metern Entfernung mit einem Wahnsinnsteleobjektiv photographieren die jemanden, der davon nichts weiß, in seinem Privatbereich und empören sich dann, der Photographierte wäre schamlos!). Es gibt auch Fernsehsendungen, in denen Menschen eingeladen werden, sich bis an die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit zu verausgaben, und weil es dabei um viel Geld geht, tun die das auch. Und die Kamera drauf! „Kein doppelter Boden, alles echt! Diese Paar hier hat nicht gewonnen! Sie können nicht nur kaum noch atmen, nein!, sie sind auch richtig verzweifelt!, das seh´n wir uns jetzt ganz genau an, sowas sieht man nicht alle Tage!“ – Um jemandem in Momenten des Glücks oder der Verzweiflung so nahe sein zu dürfen, muß ich mit ihm in die metaphorische selbe Sandkiste geschissen haben!

Natürlich wird da eingewendet, das ist eben die Wirklichkeit und das wahre Leben, s wird nur gezeigt, was wirklich ist. Einen Scheißdreck! Dieser Authetizitätsanspruch ist genauso verlogen wie blöde; Jeder, der irgendetwas untersucht, wird begreifen, daß die Untersuchung nicht ihr Ergebnis beeinflussen darf. Wenn ich von jemandem die Herzschläge zählen will, ist es schlecht, wenn ich ihm dafür die Brust aufschneide. (Ein bißchen besser, aber immer noch falsch ist es, wenn sich der untersuchende Arzt mit einer Kettensäge den Weg ins Behandlungszimmer bahnt).

Das Fernsehen zeigt nicht das wirkliche Leben, sondern Dinge, die es gar nicht gibt, wenn das Fernsehen nicht inszeniert. Aber das ist nur ein methodologischer Einwand, worum es mir geht, ist folgendes: Auch und gerade beim geheimen und verstohlenen Beobachten werden Schamgrenzen gebrochen, die in unserem Kulturkreis seit der Abschaffung des Prangers Gültigkeit und Richtigkeit haben. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Worte von Johann Krankl;“ Das Privatleben ist Privat und soll auch privat bleiben.“

Es ist eben eine Frage des Respekts vor einem Menschen, daß man sich nicht vor jemanden, der weint oder sich im höchsten Glück ergeht, hinstellt und ihn dabei beobachtet nur so, aus Lust am Schauen. Und es ist egal, ob da ein Bildschirm, oder Bedrucktes Papier dazwischen ist. Ein möglicher Einwand wäre noch:“ Ja, die Leute wollen das eben sehen, wenn jemand wirklich weint, oder vor Aufregung außer sich ist, den Leuten ist auch scheißegal, ob der betreffende eine Privatsphäre hat, die Leute wollen echte Tränen sehen, die Filmtränen reizen doch niemanden mehr!“ – Einem Rauschgiftkonsumenten, der in diesem Stadium ist, würde ich sagen:

„Es ist Zeit für einen Entzug.“

Gunkl im Netz

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Die Abscheu vor dem allgäu

Thomas Bernhard sagt, das, wenn man den Zeitpunkt der Abkehr vom Geburtsort verpasst, dieser einen zugrunde richtet.

Und wisst ihr was? Nichts könnte richtiger Sein.

Wenn ich mich und meinen Allgäuer / Kemptner Freundeskreis betrachte, ist es genau das. Am Beispiel Florence: Sie hat den Absprung rechtzietig geschafft und hat jetzt eine gesunde Mischung aus Nostalgie, Heimatliebe und Fernweh, um mit Kempten umzugehen – ganz nett für Besuche, die sie auch geniessen kann -und das war’s dann halt.

Mir dreht sich bei dem Gedanken, nach Kempten zu fahren regelmäßig der Magen um. Es liegt aber nicht so sehr an Kempten (obwohl ich das immer sage) sondern daran, das ich ZU LANGE hier war. 20 Jahre sind halt definitv zu viel für eine derartige Stadt. Und was an der Stadt nett ist – das beste Bier der Welt (Alt Kemptner Weiße), diverse Freunde und Verwandte, verblasst alles vor der konditionierten Abscheu des Kleinstädtischen.

Nach spätestens 2 Tagen vermisse ich Betonwüste und Asphaltblues, Türkische Musik aus vorbeifahrenden Autos und Hübsche Frauen in Miniröcken, nach denen man sich noch nie umgedreht hat.

Meine These (einer meiner vielen Thesen) ist ja, das der nächste Schritt der Evolution weder Haarlosigkeit noch Telephatie ist, sondern die Erkenntnis des Menschen als Homo Urbanicus.Der Mensch, der sich erst ab Zweitausend Artgenossen pro km² wohl fühlt, der sich von der ländlichen Idylle löst und die Poesie der Straßenlaterne genießt, der sich statt Landschaftsmerkmalen an Flechtenbewuchs auf Asphalt orientiert.

Denke ich mir so. Dieser dauernde Naturwahn ist meiner Meinung nach nur unkontrolliertes Schuldbewußtsein gegenüber den im bisherigen Leben verspeisten Salatköpfen, und das macht es ja etwas hinfällig, oder? Wenn wir es schon nicht schaffen, uns bei unseren Mitmenschen für Taktlosigkeiten zu entschuldigen, brauchen wir auch nicht so zu tun als ob wir das den Pflanzen gegenüber tun wollen.

Und als Mehrwert für den Leser werde ich mich jetzt (gutes Beispiel und Vorbild aller Kinder) mich jetzt mal für eine Taktlosigkeit in Jüngster Vergangenheit entschuldigen:

Sorry Claudi, wegem dem Werwolfspruch, war nicht ernst gemeint!

Jürgen von der Lippe

„Mitleid ist eine der edelsten Regungen des Menschen, die an Aufrichtigkeit nur von der Schadenfreude übertroffen wird.“ (Jürgen von der Lippe)

Wo der Bub recht hat, hat er nun mal recht. So ist es bei vielen Sachen: Schöhnheit, Effizienz und Wahrheit schliessen sich öfter aus,als mir das lieb ist – insbesondere bei Personen. Und ich hätte nie gedacht, das ich einmal sage, das Jürgen von der Lippe recht hat. Leben ist seltsam – man weiß nie, was kommt.

Allgaeuer Kuehe 04

Thomas Bernhard 10

Die deutschen Wörter hängen wie Bleigewichte an der deutschen Sprache und drücken in jedem Fall den Geist auf eine diesem Geist schädliche Ebene. Das deutsche Denken wie das deutsche Sprechen erlahmen sehr schnell unter der menschenunwürdigen Last seiner Sprache, die alles Gedachte, noch bevor es überhaupt ausgesprochen wird, unterdrückt.Signatur Thomas Bernhard

Pat

Die Restlichen[tag]Bilder[/tag](sind einige) von der letzten Photosession.

Eine (sichtbarerweise) attraktive Kommilitonin, deren Aussehen nur noch von ihrem Charme übertroffen wird.
Freitag letzter Woche, zwischen 12.oo Uhr Nachts und 6 Uhr morgens…. Und demnächst evtl eine Weitere.
Hach, Studium ist schon was feines.

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Bekleidung – Gunkl

Im Museum der Mißverständnisse gibt es auch ein ganzes Stockwerk für „Bekleidung“, das sei hier aber nur erwähnt, ausführlich können wir uns dem nicht widmen, aus Zeitgründen, man kann ja nicht seriös über Sandalen reden, ohne die Frage der Menschenwürde grundlegend zu erörtern. Ähnliches gilt für Wohnraumbeleuchtung.

Gunkl im Netz

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WM

Ich kann es nicht mehr hören!
Fußball-WM, Fußball-WM,Fußball-WM,Fußball-WM.
Was hat der ganze Merchandise-kram noch mit Fußball zu tun? Fußball-Schokolade, Fußball-klopapier, Fußball-Vibratoren, zu Gast bei Freunden (die noch nichtmal untereinander auskommen),
Hooligans und Maskottchen aus der Spielzeugkiste, die größte Prostituierten-bereitstellung seit den Wahlen in Florida…
Nicht zu vergessen: Endlose Stunden Palaver über das Thema, das mir nun wirklich so gnadenlos am Arsch vorbeigeht, das man eine ganz neue Skala erfinden muß, um diese „Arschigkeit“ zu messen. Was interesssiert es mich, was ein mir unbekannter Brasilianer für Schulterprobleme hat? Und warum muß ich mir das Anhören? Und wieso ist jeder Joke-, Werbe- und Kurzfilm über diesen Schmarrn?

Ich kanns nicht mehr hören!

Um damit abzuschließen,habe ich beschlossen, mich jetzt einmal daran zu beteiligen, und alle darauffolgenden Gespräche und Gesprächs- oder Aktionsversuche konsequent zu boykottieren.

Dazu braucht man:
Ein Traditionelles Bayerisches Mahl (weil alle Glauben, Bayern sei Deutschland, und mal ehrlich: Ist es nicht so?)
Eine Prise Multikulti (Warum weiß kein Schwein, aber es kommen nun mal alle)
Jemanden der sich mit Fußball auskennt

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Mehr muß nicht sein. Und deswegen ist mit diesem Blogeintrag beschlossen: Ich habe an dem Fußballrummel teilgenommen, und jetzt ist gut. Wer mir gegenüber nochmal damit anfängt, soll sich nicht wundern, wenn ich das Gespräch aprupt abbreche… für mich ist die Sache erledigt.

Wer was Fußball-lastigers lesen will: Ferdi’s Blog

Arno Schmidt

Aus: Schlüsseltausch
Also trat ich auf die Hellbraune zu: der Kopf paßte an meine Brust. Ein dickes Haarnest, in dem man Diamanten verstecken konnte (und Schlüssel ! Sie war gleich begeistert ob des Einfalls !) Anfang Vierzig das paßte auch. Wir sahen uns eine zeitlang an

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T-Shirt

Habs versucht, bin gescheitert. Wer es schafft soll mir Bescheid geben – ich hätte da ein lukratives Angebot 😉

P.S: Zwei Stunden später: Ich habs geschafft!!! Ich bin so stolz auf mich, das ich auf die Straße gerannt bin und einen gepflegten Ehrenspurt mit Siegesgeheul eingelegt habe. Oben ohne, weil als es endlich funktioniert hat, habe ich ja am eigenen T-Shirt geprobt… Mann, haben die Nachbarn dumm gekuckt.