Fetisch-Möbel oder: Der Teufel kommt aus Schweden

2050345Man sollte gar nicht glauben, wie perfide die S/M-Fetischisten sind. Die kommen nicht nur auf die Idee, einen japanischen Scherz zu nehmen und daran Westeuropäer krepieren zu lassen. Auch das tägliche Leben haben die Gummiunterhosenträger fest im Griff. Zum Beispiel: die Handelskette IKEA vertickt öffentlich Folterwerkzeug.
Als Beispiel das abgebildete Bett, Meldal. Speziell entworfen, damit das aufs-Bett-setzen die letzte bequeme Handlung ist. Den Rest der Nacht verbringt man damit, in den kalten Gestell verfangene Gliedmaßen VORSICHTIG zu befreien.  Jede Bewegung wird schnell in blaue Flecken und verrenkte Gelenke übersetzt.

Offensichtlich hat die Person, die das Bett entworfen hat, noch nie in einem Bett geschlafen. Und wer schläft bekanntlich nicht? Genau, Old Nick, der Teufel. Denn nur der kommt auf die Idee, an dem Ende, wo man den Fuß ausstrecken würde, ein gebogenes Abschlussstück anzusetzen. Man legt den Fuß ab, dieser rutscht langsam, nahezu unbemerkt in die Klemme. Wenn der unruhige Schläfer dies bemerkt und erschrickt, versucht er natürlich sofort, die Gliedmaße zu retten.
Also den eingeklemmten Fuß – und den mittlerweile ebenso verdrehten und in der Bredouille steckenden Arm, den man vertrauensselig durch die Stäbe gesteckt hat. Im Endeffekt wacht man dann mit einem Schmerzensschrei auf und liegt bis zu Morgen wie ein wimmerndes Häufchen Elend in Fötal.Stellung in der exakten Mitte der Matratze. Und hofft auf einen baldigen Sonnenaufgang, und das die Welt noch nicht untergegangen ist.