Textwerkstatt 2

Mindmaps sind ja nicht gerade was neues, und deren Einsatz beim kreativen Schreiben haben wir heute gelernt. Zwar schon bekannt, aber für den einen oder anderen etwas neues, und schaden kanns ja nicht. Das Ergebnis? Bängstigend. Das „Ausgangswort“ war „Angst“ Oder? Ungezügelte Kreativität kann ich mir nicht als schädlich vorstellen, aber wenn es schädlich ist, was sind dann die Symptome? Mäandernde Sätze, Fragwürdige Schlüsse, kontroverse Meinungen und eine allgemeine Unschärfe der Aussagen??

Die Angst des Torwarts vor dem Elfmeter war ja ein recht bekanntes Buch, das ich aber nie gelesen habe – Fußball fand ich immer langweilig. Nicht langweilig fand ich Josef Stalin, aber mit ihm habe ich mich nie beschäftigt, weil ich nie die Zeit dazu hatte. Zeit ist ja auch so eine Sache, vor der man manchmal Angst hat, vor allem wenn sie messbar ist – die Letzte Zigarette vor der Erscheißung, zum Beispiel.

Wer auch geschriehen hat, waren Jonny Rotten und Sid Vicious von den Sex Pistols, die mit der Angst nur auf dem Weg der Freien Assoziation zu tun hatten, weil nämlich Johnny auch der Schrei ist, den Jack Nicholson in Stranley Kubricks Meisterwerk „The Shining“ ausstößt, kurz bevor er sich daran macht, sie mittels einer Axt vom Leben zu Tode zu beförden.. Das hat mir immer Angst eingejagt.

Aber nicht so schlimm wie die Szene, als die Blutwelle das Hotel durchspühlt, was aber auf Metaebene eigentlich nur erziehungsbedingte Angstbilder und Vorstellungen von der Angst an sich sind und nicht die Angst als solche darstellt, und somit frei jeder Erfahrbarkeit auf subkollektiver Ebene eine unteroptimale Verarbeitung von Traumata darstellt – Wie Josef Stalin und eben Elfmeter beim Torwart….

Sollte ich nicht vielleicht doch einen Psychiater aufsuchen?????