Working Blues, Teil Zwei

Manche Betriebe bieten ein tolles Klima. Andere Tolle Mitarbeiter, mit Abstrichen. Und wieder andere beschäftigen mich. Und zwar die, wo man einen Teil der Mitarbeiter hat, die einfach nur noch peinlich sind, und eigentlich deportiert gehören.

Beispiel Eins: Typ „Engagierter Arbeiter“, dessen Leben sich um die Arbeit dreht. Er ist der feuchte Traum des Sozialistischen Bildes des Ausbeuters. Arbeit um der Arbeit willen, und auch wenn er in der Heirarchie ganz unten steht, analysiert er mit dem messerscharfem Blick des Hauptschulabsolventen und Bildzeitungslesers, dass der Chef zu viel verdient, weil ja in seinen „erfahrenen Augen“ Umsatz das Gleiche wie Gewinn ist. Das so jemand den ernst der Lage immer sofort erfasst und weder vor vorausschauendem Gehorsam noch rechtschaffenenr Empörung halt macht, kann man sich denken.
Und davon heute ein Beispiel: Ein Müllbehälter ist voll. Besagter Mitarbeiter markiert diesen als nicht geleert mit der Begründung: Der Container im Hof ist voll. Ein anderer Mitarbeiter (OK, ich) reagiert darauf mit einer zweiten Nachricht unter der Ersten: „Danke für den Hinweis. hätten wir sonst niemals be“merkel“t. “

Und was tut besagter Knochenarsch-mitarbeiter? Meckert mich an, und zwar unter anderem mit folgender Formulierung:
So verhält sich ein Gast nicht!“ und wenn ich ein Problem damit habe, dann können wir ja sofort zum Oberchef gehen, und sowas läßt er sich halt gleichmal garnicht gefallen. Wenn er sich die Mühe macht, das draufzuschreiben (4 Worte sind „Eine Mühe“ – wieso bezahlen wir Hauptschulen von den Steuern? Die Bringen ersichtlicherweise garnix!) und ……

genau da habe ich ausgeblendet – das war mir dann 30 Minuten nach dem Aufstehen zuviel. Da hatte ich aber schon Sodbrennen, und deswegen war die Schicht dann auch relativ versaut. Und bis dahin bleibt nur zu erwidern:
a) Doch, Gäste tragen zur Unterhaltung bei.
b) Gehört ihm der Betrieb? Soweit ich mich erinnere, hat der Besitzer und die Teilhaber Hausrecht, und da ich genauso angestellt bin wie er, nur nicht so lange (und auch nciht mehr so lange wie er, da ich mit meinem Leben was anfange, ausser mir Urlaubstage auszahlen lassen), hat er ungefähr soviel Hausrecht wie das gelbe Zeug, das an dem Lösemitteleimer klebt. Oder wie ich.
c) Wieso gibt es Leute, die aus allem einen Eklat machen müssen, niemals bei irgendwas „Pfeif drauf!“ sagen und generell un-locker sind? Eine Scherz nicht als Scherz erkennen? Auch in jungen Jahren unerträglich sind? Borniertheit von der Wiege an? Und wenn man diese Leute identifiziert, sollte man diese nicht besser an irgendeinem Ort versammeln? Vielleicht Australien?
d) wer keine Bildung besitzt, nichts liest, Ausländerfeindlich („Du weisst schon, was ich meine…“) ist, offensichtlich das Proletariat „Scheiße“ findet, weil er alles Scheiße findet, was er oder sie nicht kennt, und wenn überhaupt seine Informationen aus der Bildzeitung bezieht, der sollte vielleicht einfach als Verhaltensmaxime „Schnauze halten“ in Erwägung ziehen.
Beispiel Zwei: Gibt es die Tage – Der unfreiwillig unterhaltsame zugewanderte Dummschätzer.