Working Blues, Teil Drei – Sodbrennen, Sushi und Sonderbranchen

So, und jetzt geht es weiter – Woche drei, und ich versteh die Welt nicht mehr.

OK, das ist nix neues, aber es irritiert.

Diese Woche versucht, mit der Bafög-Einkommensgrenze, dem Oberchef und meiner Faulheit klarzukommen. Das ist normalerweise unmöglich – aber jede Regel hat ihre Ausnahme, und hier gab es eine: Die Letzten zwei Wochen der Beschäftigung in diesem Betrieb sollten ein Praktikum sein, in der ich die Website neu mache. Was laut Meinung einiger Leute die Ahnung davon haben, auch nötig wäre. Und dann stehe ich mit dem Hut in der Hand im Büro (OK, Haarnetz – Scheiß-Hygiene-zertifikat) und was ist? Nix ist! Die wollen gar keine neue Website, weil der Häuptling sagt, das diese Branche nicht so funktioniert – und das was durch die Website zustande kommt, sind meistens nur arbeitsaufwandsanfragen, weil die Produkte (Flexodruck-OPa und PETP/X zwischen 12 und 60my, Peel und Multipeel) so speziell sind, das die, die über die Seite oder eine Googlesuche dahin kommen, meistens eh nicht verstehen, was die Firma da eigentlich macht, und das eben im Endeffekt nur Arbeit entsteht und nix bei Rüberkommt. OK, er ist der Chef, hat also per Definition recht. Aber ich wollte diesen Sommer auch Ernsthafte Sachen machen! Nicht nur Arbeiten, sondern auch lernen! Wuääääää! Es ist so unfair!

Dazu kommt, das ich auch diese Woche wieder mit einem Maschinenführer zusammengearbeitet habe, der sich verhält wie ein Elfjähriger – was meiner Laune ernsthaft zu schaffen macht. OK, aber DAS hilft gegen die schlimmsten Auswirkungen, und da meine Mutter Geburtstag hatte, hatte ich wenigstens eine Ausrede, Bücher zu kaufen und Sushi essen zu gehen. Ich liebe Running Sushi – ehrlich! Nicht so sehr wegen dem Sushi selbst (OK, es ist lecker und alles….) sondern wegen dem Spieltrieb! Viele Kleine Bunte Teller, und wenn man ohne hinzuschauen reingreift, hat man immer eine kleine Ãœberaschung. Oder zehn Mal Frühlingsrollen….

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