Reaktion auf Langweilig

Einer von den Outsiders hat das Semester zerpflückt.
Wo er recht hat, hat er recht… aber ich widerspreche fast überall. Auch egal.
Auch wenn ich erst jetzt zum Lesen gekommen bin.
Meine Unmittelbare Antwort darauf:

Die schon lange versprochene Kritik des Semesters.
Technik und Gesellschaft: Ein völlig unnötiger Kurs, bei einer Professorin, die fast eine Party schmeißt, nur weil manche Leute erzählen, wie sie Radio hören. Gelernt haben wir bisher noch nichts, nur das ein gewisser Bayer und Nürnberg-Fan einen Thomas Sobotzik kennt. Note: 4.

Technik und Gesellschaft: Das Chaosprojekt. Gibt jedes Semester eins, und wenn Nerds und Noobs gemeinsam in ein Projekt gehen, isses das, das schlecht werden wird.
Note: 😉

Campusradio – Running Radio: Die Kooperation mit Media ging völlig in die Hose. Nach einigen Alleingängen eines Backenhörchens ist eine vernünftige Zusammenarbeit nicht mehr möglich. Für mich das schlechteste Projekt aller Zeiten, auch weil ich mich jedes Mal aufregen könnte. Note: 5.

Campusradio – Running Radio: S.O. War auch klar: Radio ist doch mittlerweile eh nur noch Bildzeitung fürs Ohr – ja, auch SWR2. Und wenn es um „machete“ geht: Die erste Assoziation dazu ist bei den miesten Leuten Krieg, Dschungelmassaker und ähnlihces. Das Stand in der Beschreibung vom Kurs, wenn ich mich recht erinnere, schon drinnen!
Note: :P.

Kessler – Philosophie: Gezwungen wurde ich, diesen Kurs zu nehmen, weil ich noch einen SuK-Schein brauche und nur an diesem Termin Zeit habe. Nach drei Jahren Philosophie beim Kessler habe ich soviel Ahnung davon, wie die Pia vom brav sein. 🙂 Note: 5.

Kessler – Philosophie: Sag mir mal nix gegen Alfred! Er ist definitiv lässig, macht dir keinen Stress, und wenn man will, kann man bei ihm sehr viel lernen – Aufmerksamkeit und Initiative vorausgesetzt. Bin jetzt gerade am 5ten SUK-schein bei ihm und habe mehr gelernt, als bei vielen anderen Professoren, die nur bekanntes Aufwärmen oder bestenfalls unnütze Zeitverschwendung sind. Note: 2.

Englisch: Ähnlich wie im letzten Jahr: Kann mich nicht beschweren, auch wenn es nicht meine Sprache ist. Note: 2.7.

Englisch: Die Größte Zeitverschwendung seit der Erfindung der Nasenpopel-zentrifuge. Ein debiles stottern über belanglose Themen. Und die Leute, die von sich sagen „Englisch ist meine Sprache“ sind der Ãœberzeugung, das durch diesen Unterricht die Fähigkeiten schwinden. Auch wenn er als Person netter ist als die Letzte Tante, die wir als Dozentin in Englisch hatten, bringt der Unterricht genauso wenig. Verschwendete Zeit!
Note: 5.0.

PR: Viel gelernt haben wir auch hier nicht, nur dass ein anderer Bayer behauptet, dass die Eltern eines gewissen WJ (genannt Hulk) Geschwister sind. Note: 3.7.

PR: Auch hier: Wenn man ein bisschen dabei ist, kann man da viel mitbekommen. Wenn…
Und für die, die In den Journalismus gehen ist das vermutlich die einzige Beschäftigung mit der PR, die sie haben werden.
Hey der Typ, den wir meinen ist halt ein Beweis dafür, das in die FH jeder kommt.
Note: 1,7

Campusradio – Wiki: An sich ist das Thema sehr interessant, doch wird viel zu viel Zeit mit der Bewältigung der Gruppenprobleme verbraucht. Auch die eigentliche Zeit, für den Text, ist mit vier Wochen knapp angesetzt. Ich hoffe jedenfalls noch auf ein Gespräch mit Peter-Jürgen Boock. Note: 3.3.

Campusradio: S.o. Aber warum macht ihr das denn? Das Thema ist so ausgelutscht, sogar die Zeitschrift „Der Christ und sein Hund“ hat darüber geschrieben! Das Wiki wird direkt in den Mülleimer gehen, weil da halt gerade 200.000.03 Artikel sind, die sich mit dem Thema beschäftigen.
Note Gähn.

Mediengestaltung: Alles sehr wissenschaftlich und genauso langweilig. Dazu gelernt hab ich auch kaum etwas, allerdings sind die rhetorischen Fähigkeiten unseres Dozenten der Hammer. Hier ein Auszug: „Hypnotisierung einer Person gegen seinen Willen.. der frisst dann saure Zitronen und sagt sie schmecken süß!“ Note: 4.

Mediengestaltung: Carlo vooooor! Ich find das Lustig, und die ganzen Wahrnehmungssachen sind halt Grundwissen für einen Journalisten, die man aus dem ff beherrschen muss – wenn dir das zu theoretisch ist, bleibt nur der Job auf dem Bau.
Ernsthaft: Er macht das doch schon ganz locker, und ist halt etwas skurril. Und zum skurrilen dürfen weder DU noch ICH was sagen! Was halt nervt sind die Referate. Der soll das ganze in zwei Tagesblöcken machen und gut. Dann muss man nicht immer am Mittwoch für eine Stunde reinkommen, und hat mehr mitbekommen, als immer nur in kleinen Happen.
Note 2.0

Medienökonomie: Einige lehrreiche Dinge kann ich mit auf den Weg nehmen, aber diese stimmliche Folter überwiegt. Note 3.7.

Medienökonomie: Erst einmal gehabt. Während dessen: Maistern draussen. Bullenhitze. Reine Folter.
Note: Grausam!

Fotojournalismus: Praktisch ist dem von Judenwitzen geplagten Dozenten nichts vorzuwerfen. Die Theorieeinheiten – wie zum Beispiel die Fotoredaktion – ziehen den Kurs aber wieder nach unten. Note: 2.3.

Fotojournalismus: Giefer: Yaaaay! Extrem lässiger Typ. Aber der Kurs ist halt auch Wischi-waschi. Die Theorieeinheiten sind Firlefanz (oder haben wir schon die mathematische Begründung des Goldenen Schnitts, die Geschichte der Photographie, die Technik von Sensoren in Digitalkameas oder sonste was komplexeres Gehabt? War ja noch nicht mal die Rezipokregel! Der Giefer könnte uns das sicher gut erklären (Der hat Ahnung vom Thema, und zwar richtig) aber hat das schon irgendeiner gesehen? Die Praxisübungen sind minimal – 5 Bildchen, keine Bearbeitung. Wem das zuviel ist, der soll sich mal überlegen, wo er ist. (Und nein, damit meine ich NICHT dich, geehrter Outsider).
Note: Durchschnittsdrei. Und die Kommentare lesen!

Projektmanagement II: Wie kein zweiter schafft es unser Professor, dessen Spitzname an einen Teletubbie erinnert, theoretische Sachen auf Powerpoint-Folien unterzubringen, ohne dass jemand etwas versteht. Note: 5.

Projektmanagement II: Lolo voooor! Noch ein Toooor! Wieder so ein Wischiwaschi-ding, weil alles, was da erklärt wird, erinnert an Atomphysik in der Sendung mit der Maus. Und Lolo kämpft darum, ein komplexes, sehr diffuses Thema soweit aufzubereiten, das die ganzen Technophoben nicht gleich anfangen zu weinen.
Hihi – „Online“-journalismus. Dachte, diese Vorlesung ist im ersten Semester und wir schreiben da selber eine Datenbank.
Note: 2.

Die Kurse, die wir statt dem Campusradio haben, sind eigentlich nur Lessmöllmann und die Vortragsreiehe WJ.
Lessmöllmann ist halt super – locker, organisiert, einwandfrei und nix zu meckern. Hat a) Spaß gemacht, b) was gebracht und c) isses eine Referenz.
Note: 1,o (!)

WJ-Vortragsreihe: Der Inzucht-heini aus der Tätärä sitzt da auch drinnen. Muss ich noch mehr sagen?

So. Wer will noch was dazu sagen?

5 Antworten auf “Reaktion auf Langweilig”

  1. Jan hat gesagt:
    „Und Lolo kämpft darum, ein komplexes, sehr diffuses Thema soweit aufzubereiten, das die ganzen Technophoben nicht gleich anfangen zu weinen.“ LOL. tja. so isses.

    fand die gegensätzlichkeit bei euch sehr schön. kann man mal sehen wie subjektiv das alles ist.

    am meisten recht hast du bei giefer gehabt. von den dingen und begriffen, die du erwähnt hast, habe ich noch nie was gehört, klingt aber alles sehr spannend und ich habe gerade einen hauch einer ahnung bekommen, was fotografie-theorie bedeuten kann. finde es wirklich sehr schade, dass giefer die chance vertan hat, uns damals wirklich was beizubringen. aber es scheint ja nicht besser geworden zu sein.

    Gefällt mir

  2. nicht giefer hat die chance vertan – die studenten vertun jedesmal die chance, wenn sie einen nutzlosen Kurs widerspruchsfrei über sich ergehen lassen, und wenn sie sofort maulen, wenn das niveau eines kurses über baumschulen-niveau geht.

    ich bin mir sicher, das einige dozenten gerne tiefer einsteigen würden, aber dieser sturm an jaulen und meckern und jammern, die bereitschaft aufzugeben, bevor das hirn auch nur einmal eingeschalten wurde – das erschlägt jeden dozenten und professoren.

    Gefällt mir

  3. Aber er kämpft auf verlorenem Posten, so ungern ich das auch sage. Der Kampf ging im ersten Semester verloren, als das „Online“ zugunsten des „Journalismus“ vernachlässigt wurde.

    Gefällt mir

  4. Bela: Ich finde es gut, dass du manches relativierst und stimme zum Großteil mit dir überein. Das Leben ist kein Ponyhof und wenn jemand Sachen wie PR oder Selbstmarketing nichts abgewinnen kann, ist das sein Problem.
    Was mir dieses Semester vor allem gezeigt hat: Welche Dozenten wirklich Ahnung von ihrer Materie haben und welche absolut nicht. Dementsprechend finde ich es bei manchen absolut erschreckend, wie der Unterricht abläuft und was da auch verbockt wird. Naja, jetzt ist erstmal das BPS, die Pause wird uns (und vielleicht auch den Dozenten 😉 gut tun, so dass wir dann im März 2008 in ein neues, hoffentlich weit besseres Semester starten können..

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.