Ich bin feige.

Kennt ihr das Gefühl, moralisch überlegen zu sein? Wenn man sieht, wie andere nur Rädchen im Getriebe des Bösen sind, und man sich sicher ist, das man selbst niemals so gedankenlos teil der Überwachungsmaschinerie sein könnte?
Das man, wen man in der Situation ist, Aufstehen wird wie [tag]Batman[/tag] (OK – ich bin Batman, aber das ist ein anderes Thema) und gegen Unterdrückung und Überwachung kämpfen wird? Falls notwendig, auch in hautengen Hosen und mit häßlichen Farben? Und was ist?

NIX da!

Heute in der letzen Arbeitswoche gibts Mistige [tag]Aufgaben[/tag] für den Kleine Zeitlupenbären – Farbe entsorgen, in der Brütenden [tag]Sonne[/tag] Kleber anrühren (Und danach ausschaunen wie eine Sau, kleben wie ein Fliegenband und naja, [tag]erotisch[/tag] ist das nicht, wenn alles Klebt. Egal wie es sich anhöhrt, und so sexy ist keiner in der Firma, das man das anwenden würde… )und dann: Die Spinde im der Umkleide nummerieren.

Das hört sich jetzt ganz unverfänglich an, und der offizielle Grund ist, das man dann weiß, welche Spinde belegt sind, und welche nciht, und somit neue Mitarbeiter nicht wie ich am Anfang erstmal ne Halbe stunde suchen müssen.
Aber: Wenn das Bierlager des Herrn F. somit auffliegt, und er über die Spindnummer identifizierbar ist, ist die, verzeihen sie mein Französisch, Kacke am Dampfen.
Es ist ja EIGENTLICH nicht schlimm, aber es ist ein weiterer Schritt zum Überwachungsstaat. Die Personalisierung der Umwelt (Egal ob Amazon, Gesundheitskarte, Werbung oder eben in diesem Fall, Spinde) ist zwar einerseits unglaublich Praktisch – keine Frage. Ob Social Networks, Kollaborative Filer (Wenn ich die an dieser Stelle nicht erwähnen würde, würde mich mein [tag]Prof[/tag] schlagen) oder die Persönliche Bekanntschaft mit den Leuten um die Ecke: das alles macht uns Such- und Überwachbar. Und wie diese Regierung mit Persönlichen Daten und ihrem Schutz (Otto-kataloge, Vorratsdatenspeicherung) umgeht wissen wir ja. Die Hoffnungsträger sind so hoffnugs-träge, das man eigentlich gleich den Ganzen Staat verkaufen kann…

Und wenn es soweit ist, werde ich hier im Blog maulen und weiter brav Spinde nummerieren. Und das ist dann schon ein bisserl Blöd.

In den Startlöchern der IT

Wie lange spreche ich jetzt schon davon, mir ein [tag]Notebook[/tag] zuzulegen? Und jetzt rückt es endlich in die Reichweite des Möglichen, um so auch den letzten Meiner materiellen, Kapitalistischen [tag]Wünsche[/tag] zu töten und mich vor der Mehrwehrtssteuererhöhung von Frl. [tag]Merkel[/tag] halbwegs zu schützen.

Und jetzt hat man sich ja doch schon mal schlau gemacht, und weiß, welches man will…
und was ist? genau, es ist 30 Kröten teurer geworden und man findet es nicht mehr…
Leben ist böse.
Genaugenommen ist nicht das [tag]Leben[/tag] [tag]böse[/tag], sondern die eigene [tag]Gier[/tag], aber [tag]das würde jetzt zu weit führen.[/tag]

Musik-Stöckchen

Dann werde ich doch jetzt einfach auch mal mit Stöckchen jonglieren, weil ich eh zuwenig Kopfschmerzen und Beulen habe…..

1.) Ein Track aus Deiner frühesten Kindheit?
Bangles -Walk like a Egyptian. War damals in den Charts. Sch***, ist das Lange her.

2.) Ein Track den Du mit Deiner (ersten) großen liebe verbindest?
Keith Jarrett, Koeln Concert. Hat sie aufgelegt, nachdem ich mal bei ihr übernachtet hatte (Getrennte Zimmer), und ich wurde damit, einem Sonnestrahl und einem Lächeln von ihr Geweckt. Seufz.

3.) Ein Track der Dich an einen Urlaub erinnert?
Dieses Furchtbar [tag]Nervige[/tag] „Blue“ von Eiffel irgendwas. Lief die Ganze Zeit im Radio, als ich mit [tag]Robse[/tag] und Norbert durch [tag]Italien[/tag] kutschiert bin.

4.) Ein Track von dem Du in der Öffentlichkeit eigentlich nicht so gerne zugeben möchtest, dass Du ihn eigentlich ganz gerne magst?
Johnny Cash – Personal Jesus. Eigentlich übler [tag]Mainstream[/tag] für [tag]Leute[/tag], die sich nicht damit befassen wollen.

5.) Ein Track der Dich – geplagt von Liebeskummer – begleitet hat?
Nick Drake – Three Hours.
Joe Jackson – Lullaby. War Gerade (Hier und Hier) wieder aktuell.

6.) Ein Track den Du in Deinem Leben vermutlich am häufigsten gehört hast?
Time after Time – habe ich in 9 Versionen, und da entkommt man schwer, weil alle Super sind. Insbesondere die von [tag]Miles Davis[/tag].

7.) Ein Track der Dein liebstes Instrumental ist?
Siggi Schwab – Wer Ohren hat zu hören. War mein Erstes Konzert, und das werde ich wohl nie vergessen.

8.) Ein Track der eine Deiner liebsten Bands repräsentiert?
Cello Song von Nick Drake.
Wendekreis des Steinbocks – United Jazz and Rock Ensemble

9.) Ein Track in dem Du Dich selbst wiederfindest oder in dem Du Dich auf eine gewisse Art und Weise verstanden fühlst?
Milla Jovovich – Rocket Collecting

10.) Ein Track der Dich an eine spezielle Begebenheit erinnert (& welche das ist)?
Pat Metheny & Charlie Haden – The Precious Jewel. War eine Offenbarung, mit speziellen Personen, die daran beteiligt waren. Und ich habe es jeden Tag auf dem Weg zur ungeliebten [tag]Arbeit[/tag] gehört, um halbwegs die [tag]Nerven[/tag] zu behalten.

11.) Ein Track bei dem Du am Besten entspannen kannst?
Mark Knopfler – Je Suis Désolé. Der Alte Nuschler ist einfach Super.

12.) Ein Track der für eine richtig gute Zeit in deinem Leben steht?
Sullen – My Bedroom. Aus einer [tag]Zeit[/tag], wo noch alles [tag]einfach[/tag] und klar war ([tag]Schnief[/tag]!)

13.) Ein Track der momentan dein Lieblingssong ist?
Christian Kane – Spirit Boy.

14.) Ein Track den Du (D)einem besten Freund widmen würdest?
Wuuuh, das ist schwer. Vermutlich:
Babs: Torunn Erikson – In Person
Robse: John Mayall – Room To Move
Flo: Eva Cassidy – Early Morning Rain.

15.) Ein Track bei dem Du das Gefühl hast, dass ihn außer Dir niemand gerne hört?
Marianne Faithfull & Joe Jackson – Love got Lost. Ist unter Umständen vieleicht etwas schräg, aber mir gefällts.

16.) Ein Track den Du vor allem aufgrund seiner Lyrics magst?
Alles von Konstantin Wecker. Insbesondere „Genug ist nicht genug“

17.) Ein Track der weder deutsch- noch englischsprachig ist und Dir sehr gefällt?
Nina Corti – Calle Large. Hab ich bis heute Keine Ahnung , um was es geht, aber ich finds Geil. [tag]Perfekt[/tag]er Flamenco – da verspühre sogar ich (!) den Wunsch, Flamenco zu lernen.

18.) Ein Track bei dem Du Dich bestens abreagieren kannst?
Otis Lee Crenshaw – Love you til I don’t. Der ehrlichste Lovesong Aller Zeiten, rotzig, gemein, [tag]lässig[/tag]

19.) Ein Track der auf Deiner Beerdigung gespielt werden sollte?
United Jazz und Rock Ensemble – Die Wiederkehr. So ein Fanfarensatz, da würden alle Stramm Stehen. Was dann auch zum Ende was Neues für mich als Wehrdienstverweigerer wäre. Danach, von derselben Scheibe, damit sie das dämliche [tag]Grinsen[/tag] aus dem Gesicht nehmen, das garntiert den einen oder anderen bei meiner [tag]Beerdigung[/tag] beschleicht. Die Hälfte kommt vermutlich eh nur um sicherzugehen, das ich auch wirklich verscharrt werde.
Für alle weiterne Anwesenden vieliecht dann noch „Going down Slow“ von Canned Heat.

20.) Ein Track den Du zu den besten aller Zeiten rechnen würdest?
Christian Kane – LA Song. Kennt zwar keiner, aber ist wirklich [tag]gut[/tag].
Keith Jarret – The Melody at night with You.

OK, das Stöckchen ist abgefackelt……

Nick Drake – Fly

Die [tag]Songtexte[/tag] eines der größten [tag]Songwriter[/tag] dieses Jahrhunderts: Nick Drake. Obwohl er nur so alt wurde, wie ich jetzt bin, bevor an einer Überdosis Antideppressiva verstarb, hat er drei wunderschöne Alben hinterlassen: Five Leaves Left (1969), Bryter Layter (1970) und Pink Moon (1972)

Nick Drake – Fly

Please give me a second grace
Please give me a second face
I’ve fallen far down
The first time around
Now I just sit on the ground in your way

Now if it’s time to recompense for what’s done
Come, come sit down on the fence in the sun
And the clouds will roll by
And we’ll never deny
It’s really too hard for to fly.

Please tell me your second name
Please play me your second game
I’ve fallen so far
For the people you are
I just need your star for a day.

So come, come ride in my my street-car by the bay
For now I must know how fine you are in your way
And the sea sure as I
But she won’t need to cry
For it’s really too hard for to fly.

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Der Papst und ich.

OK, das ist mal wieder ein klassischer Fall von miserablem Timing – Ich will mich mit Steffi treffen, solange ich im selben Bundesland ([tag]Bayern[/tag]) bin, und wer muß sich da natürlich auch in mein [tag]München[/tag] zwängen?

Genau, unser aller Lieblings-Inquisitor, Pappa Razzi, der Papst. The Pope of Dope… oder wie man ihn sonst gerade nennt. Naja, kann er ja – [tag]München[/tag] ist groß genug, aber seine Horden sind mir ja zutiefst [tag]suspekt[/tag]. Nicht das ich sage, das mit Katholiken [tag]prinzipiell[/tag] [tag]suspekt[/tag] sind (OK, das auch, aber das würde hier zu weit führen), aber diese Menge an menschen, die mich dort erwarten wird (Also, nicht mich, ihr versteht schon was ich meine) nur um Kurz jemanden in einem Aquarium vorbeifahren zu sehen – zutiefst verstörend. Und ich bin noch nicht mal da. Aber ich hoffe dafür, wenigstens das Glockenbbach-Viertel und Einen Teil von Sendling für mich zu haben. Das Glockenbachviertel ist ja so leicht rosa, und wenn ich mich recht erinnere, ist das nicht so ganz auf der Linie dieser Bewegung… zumindest nicht offiziell.

Dann werde ich noch schnell zumn Dinkel schauen, und ein Bisschen Kleinkram für meinen [tag]Schatz[/tag], die [tag]Kamera[/tag] hohlen, und bei diesen Import-Export-schuppen durchstreifen – mein Handy ist dabei, sich zu verabschieden. Und mich dann eben mit [tag]Steffi[/tag] treffen, um das eine oder andere Bier zu verkosten, und ein bisschen über die gute alte [tag]Zeit[/tag] am [tag]Müko[/tag] zu plaudern, über neue Witze, neueste Peinlichkeiten und geplante [tag]Schandtaten[/tag] zu plaudern… Razzi kann sich ja dazusetzen – da werden ihm die Ohren glühen! Und unterbrechen darf er mich nicht.

Was ist ein Weblog?

ER hat HIER mal sehr genau erklärt, was denn eigentlich ein Webog ist. Find ich Seeehr gut.

Der eine schreibt es (nicht).
Der zweite überfliegt es (nicht).
Der dritte besucht es (nicht).
Der vierte liest es (nicht).
Der fünfte versteht es (nicht).
Der sechste empfiehlt es (nicht).
Der siebente kommentiert es (nicht).
Der achte beschreibt es (nicht).
Der neunte verlinkt es (nicht).
Der zehnte installiert es (nicht).
Der elfte optimiert es (nicht).
Der zwölfte kennt es (nicht).
Der dreizehnte verdammt es (nicht).
Der vierzehnte beschimpft es (nicht).
Der fünfzehnte verschmäht es (nicht).
Der sechzehnte ignoriert es (nicht).
Den siebzehnte inspiriert es (nicht).

Test 7 – Das Wesentliche

Keep ‚em coming!

Ferdi si wieder in darmstadt – da nehm ich das doch als anlass hierfür:

You Are [tag]Guinness[/tag]

You know beer well, and you’ll only drink the best beers in the world. Watered down beers disgust you, as do the people who drink them.
When you drink, you tend to become a bit of a know it all – especially about subjects you don’t know well. But your friends tolerate your drunken ways, because you introduce them to the best beers around.

What’s Your Beer Personality?

Das Halsband der Taube

Aus: E.W. Heine, das Halsband der Taube.

Alle Mißverständnisse entspringen der Sprache. Ohne sie gäbe es keine Lüge, keine Beleidigung. Jesus hat gepredigt: Eure Rede sei Ja oder Nein. Alles, was darüber ist, ist von übel. Ist nicht selbst Allah stumm? Er erhört uns, vielleicht, aber er spricht nicht zu uns, jedenfalls nicht mit irgendeiner Stimme.
(…)
Die Sprache ist das Gewand der Gedanken. Wissen wird mit Worten weitergegeben. Gefühle aber bedürfen feinerer Mittel: ein Blick, eine Berührung, ein Kuß. Eine geistreiche Gattin ist eine gute Gefährtin, aber eine lausige Geliebte im Bett. Eros und Intellekt schließen einander aus, wie Schönheit und Geschwätzigkeit. Niemand könnte ein keifendes Kunstwerk – und sei es auch noch so vollkommen – ertragen. Ich kenne nichts Edleres als einen Löwen oder einen Falken. Aber stell dir vor, sie würden dir mit Geschwätzigkeit in den Ohren liegen.

—–

Nun gut, so kann man es auch sehen. Muß man aber nicht.

2006_07_17_pia_183

Yeah baby!

OK, das mag jetzt vielleicht der eine oder andere anders sehen, aber mir gefällts!


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