Downtown Düsseldorf

Meine Güte, was hier alles passiert. Heute die Ausstellung der Photographie im Rahmen der „KunstQuadrate 07, contemporary art ruhr“ aufgebaut. Wenn Mädels sagen, sie hätten Werkzeug, sollte man besser eigenes mitbringen 😉 Lässt sich kaum in Worte fassen. Deswegen heute Ausdruckstanz!
*Hüpf**Hüpf**Hüpf**Hüpf*
*Schlurf*
*Dreh**Tret**Hüpf*
*Stolper*
*Wank**Hüpf**Dreh*
*Verbeugung*

PICT5826 Für die, deren kulturelle Interpretationsfähigkeit dem Durchschnitts-Rheinländer entspricht, ein kleiner Ablauf: Ich bin nach Düsseldorf gefahren, um mit Guido Erbring, dem Architekturfotografen zu sprechen. Wir machen ja gerade im Magazin eine Serie – Beruf Fotograf – und da passt er eben gut rein. Okay, das Interview lief soweit gut, ich habe sabbernd die Großformat-Sinar angestarrt und mich gewundert, wie jemand mit so einer Ruhe Belichtungszeiten von 3 Minuten akzeptiert. Okay, die Bilder sinds wert – (Seine Homepage zeigt ein paar), und er selber ist halt echt ein netter Kerl.

Wenn ich denn schon mal in Düsseldorf bin,habe ich natürlich gleich ein Treffen mit Robse abgemacht. Treffpunkt: Starbucks in den Shadow-Arkaden. Einkaufsmeile, und super zum Leute beobachten. Manche, die im Kaff der letzen Hoffnung (oder war das Duisburg?) rumrennen würde ich sofort einsperren – Spinner noch und nöcher. Und Mädels: Nur weil es modern ist, heißt es noch lange nicht, das ihr nicht wie die Belegschaft vom Zirkus ausseht. Bevor wir uns dann ans ernsthafte trinken gemacht habe (die 4 Alt zum Anfang gellten nicht), war natürlich noch ein besuch in der „Frietbox“ angesagt – die klassische Würstelbude, nur mit 30 verschiedenen (glaube ich zumindest) Pommes-Saucen. Wir sitzen also vor dieser Kneipe, und konnten und dann erstmal auf einiges Einstellen. Zuerst: Ein Hundekampf! Ein Hund attackiert so eine umgebaute Ratte, was ich a) nachempfinden kann und b) Hunde sind halt so, oder etwa nicht? Die Besitzer des kleinen Hundes haben sich nach wortreicher Entschuldigung vom Besitzer des anderen Hundes auf den Weg gemacht. Aber weil wir in Deutschland sind, hat sich ein komplett unbeteiligter Passant erst noch mit dem Besitzer des Hundes angelegt, weil der Hund ja „weggetan“ gehört, und Gefahr für die Öffentlichkeit und Blahblahblah. Finde ich immer sehr schön, das es immer jemanden gibt, der aus einer Mücke eine Elefanten macht. Man sollte Denunzianten und Nervensägen (natürlich nur die nicht-bloggenden) einfach wieder an den Pranger stellen. Und Politiker. Und Autobahnraser. ( 😉 )

Und weil es noch nicht reicht, werden wir bei ungefähr der Hälfte der Portion von zwei Polizeiautos gestört. Die schießen mit voller Geschwindigkeit in die Altstadt, in das nebenan liegende „Brauhaus zum Schlüssel“. Wir überlegen uns, was man mit den Polizeiautos machen könnte, und beobachten Japaner, die sich gegenseitig fotografieren. Spannende Bilder, ehrlich Leute!

Irgendwann sind die Friets auch weg, und wir ziehen um, aus Bequemlichkeit ins Brauhaus zum Schlüssel. Irgendwann TRAGEN die kleinen grünen Männchen einen zwischen tränenreicher Entschuldigung und wütendem Verfluchen schwankenden Typen raus. Anscheinend eine Schlägerei? Der Verprügelte genießt ein bisschen frische Luft. Eigentlich alles relativ normal, bis auf eine Szene vollendeter Nonchalance: Der Verprügelte muss im Zuge der „Beweisaufnahme“ den Alkoholpegel angeben. Der sehr junge Polizist steht vor ihm und gibt ihm das Blasegerät. Der Verprügelte nimmt noch einen Schluck vom Alt, das er in der Hand hat, legt die Zigarette weg und pustet in das Gerät.

PICT5856 Und wo wir uns selber Richtung angeheitert bewegen, kommt uns die perfekte Idee, die Männchen und Weibchen in Grün ein bisschen zu veräppeln (jaaa, die haben bei mir noch ne rechnung offen!!!). Bei einem Einsatz einfach ins Auto steigen, und das zur ÃœBERNÄCHSTEN Poliziestation fahren, abstellen und den Schlüssel abgeben. Dazu eine Kommentar: „Das haben eure Kollegen irgendwo stehen lassen. Könnt ihr denen Bescheid geben, dass ihr Wagen wieder da ist? Gerne geschehen, Ciao.“ Und das war nur EIN Abend in Düsseldorf. Zum Abschluss noch eine Frage: Wenn in der Telefonzelle auf dem Telefon eine leere Flasche Vodka steht und neben dem Telefon eine Damenbinde im Zellen-inneren klebt, was lässt sich daraus auf das Gespräch schließen?