Filme, Flüche und nochmal Filme

Endlich habe ich „The Waitress“ gesehen. Mit meiner persönlichen Favoritin Keri Russel (vgl. Hier) gesehen, und selten hat ein Film a)soviel Lust auf Kuchen gemascht und B) ein offensichtliches Ende so charmant in sich zusammenfallen lassen. Die Story ist (ohne was zu verraten) eigentlich recht einfach. Eine Kellnerin (engl: Waitress) in einem Provinzkaff am A.. der Welt ist unglücklichst verheiratet, ihr Mann schwängert sie, obwohl sie keine Mutter sein will und eigentlich nur davon träumt, wegzulaufen. Dann kommt der Frauenarzt, und die Affäre nimmt ihren Lauf. Herrlich unaufdringlich gespielt, Charakterze4ichung nur soviel wie nötig ist und nicht soviel, das monströse Psychostudien draus werden und schnippische Dialoge, die nie offensichtliche Comedy sind. Wegen dem Akzent (das kann kein Rechteverwertungsgesellschaft passend übersetzen) unbedingt im Original anschauen. Nicht unbedingt Diabetikergeeignet, es geht oft um Kuchen.

Nebenbei habe ich heute gelernt, das ich vietnamesisch kann. Beim Take-away Asiaten des Vertrauens gewesen (OK, der Asiate des kürzesten Wegs), und wie der Mensch hinter der Theke meine Beutel herüberreichen will, sieht er, das die „Telefonbestellungsspeisekarte“ nicht enthalten ist. Er bedeutet mir zu warten, und humpelt murmelnd Richtung Hinterausgang. Das murmeln habe ich wegen des Blicks gut verstanden: „Wann lernt dieser nichtsnutzige Sohn endlich, diese Zettel aufzufüllen?“. Er kommt zurück, mit einem Stapel von den Dingern in der Hand und hält mir eins hin. Ich begreife daraufhin, was er wollte und ziehe freundlich lächelnd eines aus meiner Jackentasche, das ich während dem Warten dorthin geschoben habe. Auf mein Freundliches „Nee, danke, ich hab schon eins“ Hat er mit „Arschloch!“ geantwortet – ich bin mir ganz sicher, auch wenn es vietnamesisch war.

Und das es in den letzen Tagen ruhig war, das dürfte (hoffentlich) manchen aufgefallen sein. Ich erhole mich immer noch von einem Konzert am Samstag – Black Brothers and the Bad Bones, im Kaisersaal in Willich. Wer jetzt nicht weiß, wo Willich ist: Denkt euch nix dabei, das ist der Arsch der Welt. Das Konzert selbst war phänomenal gut – ich wage zu Bezweifeln, das sich die echten Blues Brothers so gut angehört haben. Traumband, netter Saal, lustiges Publikum. Es gibt auch ein Video, aber das muss ich erst noch schneiden, und da bin ich momentan zu faul….

2 Antworten auf “Filme, Flüche und nochmal Filme”

  1. Abgesehen von dem sehr amüsanten Beitrag zum Vietnamesen Deines Vertrauens/kürzeste der Weg (dem ich einen längeren Weg nun vorziehen würde) muss ich ja mal sagen, dass dieses Layout seit langem das netteste ist. Enorm unspektakulär aber schön ruhig und übersichtlich. Fern von Reizüberflutung. Mal sehen für wie lange.. 😉

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  2. Jaa, danke für die Blumen. ABer ich habe eigentlich vor (und bin sogar schon im kreativen Prozess) für ein neues Layout. Eines, das zum einen eher zu den themen des Blogs passt (und sprüche wie „Naja, schlichtes Layout, schlichte themen…“ bitte ich jetzt zu verkneifen).Dieses „Web 2.0“ mit dem schlichten aufbau und den grellen farben hängt mir irgendwie zum hals raus.
    andererseits ist das jetzige layout garnicht mal soooo unflott, da sehr viel über Alax realisiert wird und einiges an funktion drinsteckt, das dann im nächsten „Großen“ Relaunch verwendet wird…

    und hey, mein asiate – meine herren gesangsverein. glutamat pur, aber bequem und stark gewürtzt.

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