Ja, der klassische Rant wird jetzt zur überraschenden Entscheidungsfindung. Wobei die Überraschung fehlt.
Also als Übung sollten wir frei zum thema schriben. Mein Unterbewusstsein hat folgendes ausgereihert:
Die Entscheidung zum Journalismus ist eigentlich auf jeder Ebene recht einfach, ganz zu schweigen davon dass ich sie bereits vor dem ersten Semester gefällt habe – ist ja keine Überraschung „Huch, jetzt muss ich mich aber entscheiden!!!“. Das hat man, wenn man auf die Speisekarte schaut!
Ich will auf gar keinen Fall Morgens in die Arbeit gehen und den ganzen Tag lügen müssen. Da Agenturen mit ihren Design-Fuzzis sowieso ausfallen, wäre lediglich die Firmen-PR überhaupt diskutabel, aber die Diskussion ist ja rein theoretisch, aber da halt den ganzen Tag auch bei miserablen Produkten “Tolle Sache!“ Sache sagen zu müssen und dann immer nur Leuten zuarbeiten und nie selber aktiv zu werden ist halt jetzt nicht sooooo meine Sache, außerdem kommt man ja auch der selten in die Konzeptebene, um mal wirklich mit Fachwissen etwas Größeres zu planen, oder wenn, dann immer nur Riesensachen und nichts überschaubares während ich ja der Meinung bin, das eine mehrteilige Geschichte mit Recherche und Aufbau und Planung und Verteidigung und so genau die richtige Größe hat, um zu planen und gleichzeitig zivilisiert genug ist um überschaubar zu bleiben und keine Juristen und sonstigen an den Tisch zu holen, mit denen ich eh nicht sprechen will.
Aber wie das in der PR ist, konnte ich mir nicht anschauen, da das BPS-Seminar aus irgend einem mir nicht nachvollziehbaren Grund mitten in der Drei-Monatspause liegt, die ich mir freigeschaufelt habe, um eben genau so ein Praktikum zu machen, und zwar war ja ursprünglich geplant, da ins Allgäu zu gehen, wodurch ich im Allgäu hätte wohnen können und mir so die 1000 Euro Miete und Umzugskosten (durch den vorgezogenen Umzug) hätte sparen können und mir so einfach die Meinung bilden. Aber jetzt muss ich ja die Studiengebühren anderweitig verdienen (welche Straßenecke ist noch frei???) anstatt aus dem Praktikantengehalt zu schöpfen und naja, das setzt die Entscheidung natürlich von der Erfahrungsebene auf die Vernunftebene.
Aber davon ganz abgesehen stellt sich die frage nach der pr und dem Journalismus seit einem bestimmten Tag nicht mehr, und sich weiss sogar die Stunde. Diese Stunde ist 14 Uhr im XXX in Essen, am Montag, dem 12. November. Und zwar sagt XXX zu mir, während ich mich mit der Vertriebenenverzweiflung am Franziskaner festkralle: Mit einem Journalismusschwerpunkt kannst du immer in die PR gehen, wenn du ausgebrannt bis, aber keine Redaktion stellt jemanden ein, der als Schwerpunkt PR hatte. Ich meine, Journalisten sind auch ein käufliches Pack, von dem so mancher Politiker und Prostituiertenring noch was lernen kann, aber ein bisschen Stolz haben sie schon noch. Und deswegen hat man mit Journalismus beide Möglichkeiten offen, während man mit der PR eine verbaut.
Dazu kommt, das ich halt auf die PR keine Lust habe, weil man, was ich bis jetzt gehört habe,– das Praktikum wurde ja durch dieses Seminar verhindert – eh zu großen Teilen aus Organisationsarbeiten. Und jemand, der einen Großteils seines Lebens nicht genau weiss, wo er jetzt ist und was er als nächstes macht ist da einfach fehlbesetzt. Aber hey, dunkel schallte aus dem Gehölz, mich leckst am Arsch, ich bin aus Tölz.
Diversity! Die Gosch & Der Lügende Bayer
