Textwerkstatt

Willkommen bei der neuen Serie – "Wie tief kann man in der Textwerkstatt stapeln". Heue haben wir den bisherigen Rekord mit einer Übung zum Aktiv / Passiv erreicht, wobei die Skala nach oben offen ist.

Das Bier wird von mir getrunken.
– Ich trinke Bier.

Die Stunde wird vom Dozenten überbrückt.
– Der Dozent überbrückt die Stunde.

Die Notwendigkeit von Psychopharmaka wird vom Studnetnen angedacht.
– Der Student denkt an Psychopharmaka.

Leistungskurse in Deutsch und Englisch wurden von Studenten in der Vergangenheit belegt.
– Studenten haben bereits Leistungskurse in Deutsch und Englisch belegt.

Und danach haben wir wirklich angezogen. Denn:

Mein Hirn fliesst mir aus den Ohren.
– Ich kann nicht in mir gemäßer Form mit meiner Umgebung agieren.
– Ich habe mit einem Milchschäumer das Trommelfell durchstoßen und drücke weiter.

Die Grenze verschwimmt.
– Die Diffussion setzt ein.
– Der Grenzfluss tritt über die Ufer.

Der Politiker ist korrupt.
– Der Lobbyist muss die Bestechungssumme nachbessern.
– Am Straßenstrich wird der Politker mit "Du Hure" begrüßt.

Okay, und wenn sich das jetzt strange nahört, für Studenten des Journalismus im SECHSTEN Semester – dann ja, es ist seltsam. Aber hey, wir haben immerhin Studiengebühren bezahlt. Und da können wir ja gerne üben, uns ungenau auszudrücken (Nachrichtenwert? No Way) und das dann aufzuschlüsseln.

OhgottohgottOhgottohgottOhgottohgott…

Schneebären

Heute wurde mir die Uni verweigert – durch das „Internetanmeldesystem“, das eingeführt wurde. Man muss ja generell sagen, das vieles ein bisschen verwirrend ist, besonders in Dieburg, wenn man es nicht schon länger gemacht hat. Zu den verwirrendsten Sachen gehören die digitalen Wege zwischen Professoren, Studenten, der Uni, der Univerwaltung und den sonstigen beteiligten – Bibliotheken, Hausmeister (Pardon, Facility Manager), Kaffeemaschinen und so weiter.

Eine Kleine Liste:

  • Das Blackboard „wo alles Drauf ist“ – Mittlerweile so konfus, das alles irgendwo sein könnte, aber man nichts findet, weil unter anderem unberufenen Personen ihre Tagespost quer durchs gesamt System „Zwischenschieben“ – Ein-Euro-Jobber bieten hier gewisse Risiken!
  • Die Bib-seite – ohne die man nicht auf die Suchmaschinen zugreifen kann
  • Das PR-Projekt haut alles auf ein Google-Wiki
  • Das Journalismuspreojekt haut alles auf ein anderes Wiki. (Andere Syntax, natürlich)
  • Die Anmeldung zu Prüfungen ist im Intranet, dass MINDESTENS (!) 8 Clicks braucht, bis man drauf zugreifen kann. Inklusive einer TAN-Liste, die Gerade mal so ausreicht, und wo man die zweite für alles andere dann wieder irgendwo bestellen muss.
  • Die Anmeldung für andere Kurse gibt man auf einem Zettel ab, im von 10Uhr bis (wenn man Glück hat) halb
    12Uhr besetzen Sekretariat.
  • Die Stundenpläne liegen auf der Homepage des Studiengangs.
  • Das kommentierte Vorlesungsverzeichnis habe ich gar nicht gefunden.
  • Natürlich soll alles in regelmäßigen (Am besten täglichen) Abständen beobachtet werden, inklusive der Unterkategorien, die jedes für sich auch noch hat. Hey Leute, wenn das nicht bald besser wird, will ich dafür nen Extraschein, weil das mehr Aufwand bringt als die meisten Kurse!

    Wenn man das noch in Relation setzt zu dem, was ich eh täglich machen muss – Mailbox, Website, Blog-Reader (und da gewöhnt man sich die Fun-Sachen auch schon ab, aus Zeitgründen), Studiengangsforum, Nachrichtenseiten und dem Briefkram, der so peu a peu reinflattert (Hallo, Krankenkasse, Bank, Alice DSL, Vermieter, und und und…), habe ich langsam einen Verwaltungs-Overhead, auf den das Arbeitsamt neidisch wird.

    Ich hoffe, dass ich mich jetzt fürs wesentliche Angemeldet habe – Bestätigung in irgendeiner Form gibt es natürlich nicht – und kuck aus dem Fenster (Eigenes Video, kein Fundstück):

    Wisster was?
    Ich geh‘ raus, spielen.

    Anne Geddes, eat your heart out!

    Frühling

    So, der Bub ist mal wieder da, nach ein paar stressigen Tagen – Ihren neuen Blog gebastelt (URL Kommt noch), hier den Drucker gespielt, und nicht zuletzt auch mal wieder die Kamera in die Hand genommen. Die Resultate?

    Und ja, ich höre,was ihr sagt:
    Blumen? DU WHIMP! – Okay, wer ist die Frostbeule, die in der Steinzeit in der Höhle bei den Frauen geblieben wäre?
    Wo sind die Mädels? – Da wo sie immer waren, NICHT BEI DIR!
    Was hat das mit Anne Geddes zu tun? – Wenig, nur das Blumen doch niedlich sind, und wenn ich jetzt noch ein neugeborenens Baby hätte, würde meine Kamera wegen Zuckerschock aussteigen. Weiß jemand, wo man sowas mieten kann? Oder ausleihen? Meinetwegen auch ohne wissen des Besitzers?

    Ach ja, Dienstag ist der erste Arbeitstag HIER , wünscht mir Glück und das ich die Klappe im richtigen Moment halten kann.

    Frühling

    P.S, der Lensflare ist echt – war vom Winkel nicht anders zu machen.

    Frühling

    Frühling

    rocking stuuuuudies

    Was ich an meine mStudiengang manchmal mag, ist die Abwechslung. Um 10 Uhr wurde eine Stunde Prinzipien von Wittgenstein erläutert. Jetzt (andere Veranstaltung) soll ich folgendes schreiben:

    Ich trinke Tee.
    es ist ein schwarzer tee, und er ist von der sorte earl grey.
    der tee kommt aus sri lanka
    sri lanka hieß früher ceylon
    ceylon war bis anfang des 19 jhdts eine britsche kolonie
    der britische kolonialismus wird oft für die verschiedenen kulturrevolutionen im südostasischen gebiet verantwortlich gemacht.
    die verknüpfung der kulturrevolutionen und politischen revolutionen hat ihn manchen situationen zu bendenklichen resultaten geführt.
    mit diesen endauswirkungen des kolonialismus soll sich der bundestag nun beschäftigen, speziell mit dem deutschen kolonialismus.
    diese debatte soll die zeit um 1904 aufarbeiten, auch wenn keine der beteiligten noch leben.
    hätten sie mal mehr tee getrunken, der ist angeblich gesund.

    Sollte ich den Tag nciht überleben, und an Hirnblutungen sterben (gerade durchaus möglich), liegt es höchstwahrscheinlich eher am Zweiten.

    Für Insider: Das ist Zustand NACH.
    Die Gosch sagt dazu Bananathemarama

    Ist es pervers?

    Neue Boxen sind was feines- insbesondere die Chartwell-BBC-Boxen – aber der erste Ton, der erschallen soll, ist ja immer so eine Sache. Wenn man nur irgendwas nimmt, ist man vom ersten Ton vielleicht enttäuscht, wenn man das Falsche nimmt (zum Beispiel eine miserable Aufnahme), assoziiert man die Klangkjästhcen auf Ewig mit dem Falschen.

    Also habe ich sie angeschlossen und überlegt, hier eine erste Liste:
    Keith Jarrett, Koeln Concert, Part I

    Miles Davis, Time after Time

    Christian Kane, Spirit Boy oder einfach Dire Straits, Brothers in Arms?

    Oder vielleicht ganz puristisch meinen geliebten Bach?

    Aber dann wurde ich unterbrochen, vom neu angelöteten Telefon (das Zimmer stinkt noch nach Zinn), und die Liste ward vergessen. Also zurück zur Liste, namen wie Gary Moore, Nick Drake, Damien Rice und Paolo Conte tauchen auf, Lisa Hannigan natürlich auch, aber das war alles noch nicht das Signal, das ich mir selbst setzen wollte. Es musste lauter, schräger, skurriler und vor allem mehr „Bela“ sein.
    Ich habe mich im Ende dafür entschieden:

    Ich bin der Meinung, das es irgendwie passt. Bugger ye all! Aber jetzt die Frage: ist das pervers?