Pupertärer Infantillismus mit Pointe.

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Den gerade überstandenen Feiertags-Höhepunkt übergehe ich nun einfach mal galant, und stelle gleich die Frage für die nächste Woche. Diese Frage ist nicht – wie man meinen könnte, wenn man meinen Kalender sieht „Wie soll ich das alles auf die Reihe bekommen“ und auch nicht „Brauchts das wirklich?“, sondern der Endspurt meines ersten Jahres als Pseudoerwachsener jenseits der Spätpubertät.

Natürlich kann man die Pubertät problemlos mit den Phasen „Spätadoleszent“, „Prä-Midlfe-Crisis“, „Midlifecrisis“ und direkt anschliessender Senilität bis zum Infantilismus des Rentenalters durchziehen, aber da tun sich zwei Fragen auf: Zum Einen, ob unsere Generation überhaupt noch eine Rente bekommt, und zum Anderen, ob man das denn will, und was es an Alternativen gibt. Die Frage nach der Lebensplanung der Spießer – Anti-Establishment, Studium (also, finanzielles Darben), Konsumwahn, Kind und Eigenheim und dann die völlige geistige und moralische Verwahrlosung mal aussen vor gelassen (da diese Route ja von vielen genommen wird, evtl sogar vom Großteil meiner Generation) stellt sich ja für jeden schon dadurch, dass eine Menge an Lebensentwürfen am Anfang steht, die aber durch Druck sehr schnell zusammenlaufen. Kann man dem heute ausweichen? Inwieweit kann man als Mensch an etwas teilnehmen, ohne sich davon vereinnahmen zu lassen? Und was passiert mit einem auf dem Weg dahin?

Diese völlig unwichtigen und belanglosen Fragen, deren Pseudo-Relevanz nur von Ihrer Abgedroschenheit übertroffen wird, bringen mich aber auf den eigentlichen Grund dieses Blogeintrages. Zum einen das Bild oben, aus der Session mit einer Augsburgerin, und zum anderen auf einen Textblock, den ich für gesellschaftlich relevanter halte, als alle iPads, Westerwellen und Wikileaks zusammengenommen:

You don’t have depression, you are just sad.
You don’t have insomnia, youare just sleepy.
You don’t have anxiety, you are just nervous.
You don’t have anorexia, you just skipped a meal.
You don’t have bipolar, you are just moody.
You don’t have OCD, you just like your things clean.
You don’t have amnesia, you just have  a bad memory.
You are not interesting, you just have an internet-connection.

Und inwieweit dies jetzt auf die Gesellschaft (und ja, auch was auf mich zutrifft), habe ich mir vorgenommen, in diesem Münchner Frühling zu überdenken.

Not yet dead – just smelly and sleeping

Als Beweisbild: Der Bär lebt.
Als Beweisbild: Der Bär lebt.

Entgegen anderslautender Anfragen bin ich weder tot noch ausgewandert. Der Bär ist sehr wohl noch unter den Lebenden. Aber angesichts des Fortgeschrittenen Alters hat er endlich eingesehen, dass man besser nichts sagt, wenn man nichts zu sagen hat, und das bisserl, was er zu sagen hat, sagt er entweder bei der Digital Production oder auf Facebook, oder unter dem Bett liegend, flüsternd in den Gitarrenkoffer.

Was mich ja zu den Neujahrsvorsätzen bringt. Nächstes Jahr fällt weihnachten für mich komplett aus. Sogar die diesjährige Minimalvariante war schon alles andere als entspannt. Dagegen wird die Liste der Vorsätze des Jahres wesentlich früher geplant, und nicht erst am Abend zuvor.

Bis jetzt folgendes:

1) Ehre den Leberkässemmel mehr.

2) Vergiß darüber die Breze nicht!

3) Schon im Oktober vor den Jahresrückblicken verstecken.

4) Insbesondere im September.

5) Sinnvolle Aussagen sind 2011 optional.

6) Mach dir mal Gedanken über den Systemwechsel bei der Kamera.

P.S. More pics on the Way. Watch flickr.

Ohrwürmerzucht

Hier kommt selbst-therapeutisches Palaver, nutzlos und nur zu archivarischen Zwecken sinnvoll, für den Fall, dass mal jemand eine Biographie über mich schreiben will. Also, nun versammelt, die Ohrwürmer und Sing-alongs diesen Jahres (bis jetzt) um sie mal in die Welt zu Posaunen. Ohrwürmer sind ja hinterhältige Tierchen, die, im Gegensatz zu Ameisen, nicht zwangsläufig guten Geschmack haben oder beweisen.

Warnung: Nicht hören! Nur zur Dokumentation! 
Ohrwurmgefahr! 

Soooo, seit ungefähr einem halben Jahr in der „Heavy Rotation“ , das Ahoi-Brause-Äquivalent der klassischen Musik. Edvard Grtieg Morgenstimmung: Bekannt aus tausend Soundtracks. Und steter Tropfen höhlt nicht nur Stein, sondern auch Holzköpfe. Das Video dazu ist buchstäblich schlimm, drittklassige Landschaftsbilder, bestenfeils erregend für Leute, die die letzten Hundert Jahre in einem Sarkophag gelegen haben. Und mal ehrlich: Wenn man nach hundert Jahren aus dem Sarg kommt, hat man besseres zu tun als Grieg zu hören. Zum Beispiel mal ganz dringend auf die Toilette – das Klopapier hat man ja schon dabei. 🙂

Delibes Lakme (Viens, Mallika, les lianes en fleurs/ The Flower Duet) : Porno für die Ohren. Habe ich auch einige schlechte Aufnahmen drittklassiger Friseusen-Opern (gerne “ ni ach, Verona war ja soooooooooo kultiviert“ gehört) hören müssen, bis ich herausgefunden hatte, was es wahr. Wie ich darauf gekommen bin? Die einschlägigen Szenen in „5th Element“, „The Hunger (1983)“ und so weiter. Schlimm, sowas. Aber nur so ein Tipp: Der Rest der Oper ist bestenfalls …
… naja, es ist nicht umsonst im Standard-Reportoire Indischer Opernhäuser.

The Lion sleeps tonight: Ethno-Ohrwurm. Funktioniert aber auch immer. Ehrlich! Ausprobieren! Einfahc beim Kollegen am Schreibtisch vorbeigehen und das „Bummbawuppa, Bummbawuppa -Tiiididüüüdidaniannanana“ summen (also, was halt der Anfang vom Lied ist, und den Rest des Tages wird der das vor sich hinsummen. Funktioniert natürlich auch mit dem Imperial March aus Star wars, oder der Hochzeitsmeldoie, wenn die Braut eingestakst kommt, aber da sind dann ja so böse untertöne dabei.

http://lustich.de/player/pe.swf?id=3373
Auf lustich.de: The Lion Sleeps Tonight

Aphex Twin Windowlicker: Saudoofer Song, aber optischer Ohrwurm.Ich bin ja bekennendermaßen kein Elektro-Techno-was-auch-immer-das-ist-Fan, aber wie diese Monsterfresse da in der „Orgie“ in der Limousine auftaucht, da fühlt man sich doch gleich wieder normal. Und irgendwie scheint mir diese spezielle Fresse auch oft zu begegnen. Scheint ein Standardgesicht zu sein, oder? Oder? Sagt, dass es so ist, bitte!

Lisa Hannigan Black Eyed Dog Und der erste wirklich tolle Song in dieser Aufzählung. Aber das ist ja oft so – Ohrwürmer sind nur Ohrwürmer, wenn es einen nervt, ansosnten ist es „Ein Lied im Herzen tragen“, „Gutgelaunt summen“ oder sonstwas in der Art. Hier kann man beliebig Allgemeinplätze einfügen. Wenns einen Aber nervt, dann isses ein Ohrwurm. Hier aber nciht, weil die Göttin nimmt sich Nick Drake’s „Black Eyed Dog“ an, und frage nicht, es funktioniert. Nur so zur Abwechslung, damit ihr für die nächsten Songs gestärkt seid. Aber keine Angst, das Schlimmste ist vorbei.

Und im Bereich „Musik, die einen anspricht“, ist Sloth von Joe Jacksons grandioser Scheibe „Heaven and Hell“ ganz weit vorne. Und wer mcih mißmutig-misanthrop-müde in der Ecke sitzen sieht, kann, wenn er/sie sich anschleicht, des öfteren hören: Give me a bud and a slice, and leave me alone, If I want your advice, I’ll ask you„. Und wo kommt das her? Genau.

Und das nächste mal ist mehr gute Musik dabei als 33%, versprochen! Aber falls Ihr jetzt doch alles durchgehört habt: Das mit den Warnung funktioniert nicht, gell? Ja, Menschen sind so. Du zumindest. 🙂

Nichts geht mir auf den Wecker

Jetzt hab i dacht, i warat endlich gscheiter,
im Norden unterm Apfelbaum.
Meditativ gesehn bringt oan des weiter,
der oide Blues jedoch, der legt si kaum.

Der war dabei, wenn i die Koffer packt hab,
der trinkt mei Bier, der spuit für mi Gitaar.
Der war der Grund, warum i Hoamweh ghabt hab.
Den kriagst ned los, den Blues, der bleibt bei dir.

Jetzt ziag i mir des Stadtlebn wieder nei,
des neie Lüfterl spür i a, des koide,
drum misch i wieder mit und misch mi ei –
a bisserl gwamperter vielleicht, doch sonst der Oide.

As Stadtlebn hams ganz schön kastriert,
die Spinner hams mitm Besen aussakehrt.
Im Separee wird bloß noch diskutiert,
weil sich des andere auch im Separee ned ghört.

Na ja, es gabat vui zum Klagen.
Doch wenn i wieder an Hirschgarten anpeil,
am besten in den ersten Frühlingstagen,
dann werd i auf mei München wieder geil.

Sogar die Wiesn is mir no ned zwider,
da halt i mir des Jahr a paar Tag frei.
Da triff i hold die oidn Freindl wieder
natürlich Augustiner: Schänke 2.

Wieder dahoam
in meiner Melodie,
da bin i geborn,
und da ghör i hie.

Sehr frei nach Konstantin Wecker
Song: Wieder dahoam
Aus: Wieder dahoam (1986)

My attempt at veganity …

FoodSome time ago I had a discussion about „healthy life“, so to speak. It wasn’t really a discussion – it was a match of cliches and who – if any – gave up first. One of the topics I most strongly disagreed on was the „vegan lifestyle“. After a bit of tracing out, we came to a working definition of vegan food (and even I know that there are many, and in my opinion  they all have one thing in common, which I will tell you further down the article).

„Living without eating animals or things produced by animals. So, every fruit, plant, nut, oil and spice and everything that is not made by animals in the widest definition (including bacteria and mushrooms) or has animal products in it, is fair game.“

And, quite shocking, after a rather short discussion – which only lasted about 20 Minutes, I have to admit, I was floored, down for the count, dumbstruck and so forth. Not by the arguments, but by a simple question: „It isn’t hard to do, It doesn’t require prepartion, but you haven’t done it. Why not?

Well, that stung.

Quite a bit actually, and therefore: „Science ahead!“ I became a vegan, for the forseeable future, or what I thought would be the forseeable future at this time. For two weeks I lived completley without any „animal intake“ whatsover. I certainly am not an advocate of the daily pig, but as a former baker and notorious eater and food-adventurer I actually know a thing or two about food, and what’s in it.

As one of many examples: pretzels (ger: Brezen) containing animal fat – namly lard – to make the dough more stabile and the pores within finer. So, in my vegan live, no pretzels. And no eggs, milk, meat, cheese, yoghurt, sausages,butter or anything contasining animal fats…

Food
Yaeh, I know. My one vice I'm ashamed of. I actually got a kilobag of it.

After two weeks into it – and remarkably, I stayed with it, because (self-analysis ahead, skip this next sentence if you just don’t care, which would be completly understandable and quite literaly the sensibel thing to do) I didn’t tell anyone about it. Usually I motivate myself for almost anything by sharing the enthusisatic beginning and rely on my friends to carry with a little nagging, once the initial burst is over. Sometimes that inital burst lasts only to the end of telling the intention, but when you got awesome friends (like I do 🙂 ), you get stuff done, inspite of it.

So, 2 weeks „concious“ living, and I took an settlement of accounting. And please, read this niow, if nothing else, because here comes the truth:

BEING VEGAN SUCKS.

Big Time!

The results:

  1. While it wasn’t that much more expensive, it was much more time-consuming. If I didn’t have an abundance of time right now, I wouldn’t have managed it, because only someone with a clearly disturbed view on nutrition could ever accept the stuff at the discounters – tasteless, meek, watery substition that only matches fruit and vegtables in shape (barely) and colour (supposedly).
  2. You don’t feel good. after the initial adaption, you are jsut tired the whole time. You function, but any excitement is gone. Like a zombie you strutt through life. Initially, I didn’t realize that, but after I read a book again that always moved me, I wondered if I had changed. I’m talking about Hiob by Joseph Roth, of course. The book didn’t move me anymore, or if I always read it with to much adoration and too little objectivity. No, that wasn’t it, I tried again, and it still is very moving . But while vegan, everything seemed dampend. EMotionally, less energy. Meek.
  3. Even if you supposedly should feel cleansed in some way. Nope, not me, but I rarely react to placebos anyways. Healthwise I didn’t improve in anyway. No data there.
  4. Pretty much the only positive effect is, that you pay more attention to the food during shopping, which is where I found some seriously strange things. One example below.
  5. What vegans, vegetarians and all of their thousends of sects share is a blatant disreagard for facts and common sense. Actually, none of those people even bothered to think about bread, sustainable shopping (yeah, its time for mangos, isn’t it? In southern amerika, fools!) or the simple fact that humans eat everything. That’s something we share with only a few species – the proud and the few, so to speak, namely rats and pigs. Deal with it.
  6. Your colon is the strongest muscle in your body. With the amounts you eat, it’s ungodly. I will not go further into that.

So, I been there, done that, got the t-shirt. Next person to tell me a vegan or strict vegetarian lifestyle is „good for you“ will get a hearty laugh, a slap on the back and a lolly, shortly before being sent out to play, and let the grown-ups talk. So, one finding of that time and I’ll get down from my pedestial.

Food
What in earth can be unsafe about infusion?

Mini-Gallerien-Update

Sooo, mal wieder im Hintergrund an den Gallerien gespielt – die Einbindung über Flickr ist ja doch recht „fest“ und dann sollte man das auch sehen, oder findet ihr nicht?
Auch egal, da ich eh schon am Tippen war – Kapitel „Uno“ nähert sich der Vollendung – habe ich dann gleich noch gebastelt / angepasst / reingeschraubt. Wenn’s schon kaum neue Bilder gibt – obwohl ich heute ca. 400 geschossen habe – dann sollen die wenigstens vernünftig präsentiert werden.

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