Room to Move

So, das Zimmer ist umgebaut, und die Grillsaison ist eröffnet.
Natürlich wird da die eine oder andere kritische Stimme mit einem „schon wieder“ reagiern. Aber wie das Design dieses Blogs ist auch hier alles ein Prozess und kein Projekt. DIesmal hatte ichallerdings Hilfe von der Gosch, die so ihrem Ordnungswahn freien lauf lassen konnte – und ich habe dafür das schwere Heben erledigt. Größtenteils. Man ist ja Gentleman und so. Manchmal, zumindest.

Nun ja, jetzt steht das Bett da, wo das Sofa war, das Sofa da wo der Tisch ist und der große Tisch wo das Bett war, nur andersrum.
Alles soweit verstanden?
Gut.
So, und dann noch den neuen Grill angeworfen und getestet – und schwer beeindruckt gewesen. Dieses Popelding braucht weder Grillanzünder noch Aufmerksamkeit. In der Zeit, die es braucht, eine Zigarette zu rauchen, hat die Sonntagsausgabe der FAZ schon aus den kalten Kohlen eine wunderschöne Glut gezaubert. Abslut idiotensicher! Also genau das rictige für mich und die Chaoten, mit denen ich am Freitag hier ein 30liter-Fässchen des Getränks der Götter vernichten werde und ein kleines Symposium zum Thema n-Dimensionale Geometrie veranstalten werde.

(*) Für Jeden, der die Anspielung im Titel nicht mitbekommen hat:
Room to Move, von John Mayall. Leider nicht als Video auf Youtube verfügbar, als was anders von ihm.

Man muss nicht alles Bloggen.

Gerade mal wieder ein bisschen durch die Blogsphere gestolpert – und manche Sachen fallen auf. Was mir auf den Senkel geht, geht vielleicht auch euch auf den Senkel, und wer dann bloggt, möge sich vielleicht folgendes Überlegen:

Du hast zu viel zu tun!
Na und? Entweder du bringst was, oder du bringst nichts. Beides ist OK, aber tu nicht so, als würdest du was bringen, ohne was zu bringen. Content oder kein Content. Hip oder Hop. Alles andere nervt. Nimm dir ne Pause und melde dich wieder, wenn was kommt. Und wenn nix mehr kommt, auch OK – Bloggen ist freiwillig.

Deine Katze interessiert niemanden.
Dein Goldfisch auch nicht. Dein Goldfisch interessiert deine Katze – beide haben aber nichts im publizistischen Pool verloren. Wenn Katze und Goldfisch im Hai-pool sind, dann wird’s interessant. Aber abgesehen davon: Verschone uns!

Mein Tag!
Es gibt Blogs, die Sind rein therapeutisch. Und sollten nicht gelesen werden, wenn man seine Fahrtüchtigkeit behalten will. Und wann du nun aufgestanden bist, was du zum frühstück gegessen hast, wie viel von deinem Morgensch*** vom Vorabend noch erkennbar ist, ist nun wirklich uninteressant. Natürlich sind das für dich wichtige Themen – aber wir machen das selber, wir stehen auf, wir frühstücken, und solange du nicht das beste Müsli-Rezept aller Zeiten hast, wird sich da nie was überschneiden. Und nein, auch beim Blog von Jenna Jameson nicht.
Wenn sich das auch manche wünschen würden (Zwinker, Zwinker, Hr. M!)

Ich hasse meine Schwiegereltern.
Nun gut, wenn Opa mit Oma’s Glasauge Golf spielt und dabei den Enkel abschießt – das ist lustig. Aber es ist generell eine schlechte Idee, schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit zu waschen. Die Geschwätzigkeit, und die Tatsache, das vielleicht jemand deinen Blog liest (außer du bloggst komplett und sehr differenziert anonym wie z.B. SIE) kann dich schnell in Teufels Küche bringen. Stell dir immer folgende Frage: Wenn’s auf der Titelseite meiner Regionalzeitung auftauchen würde, wäre das OK? Würden mir die Acquaintances (*) den Hals umdrehen, oder wäre dann die Einladung zum 5-Jahres-Schüler-treffen sofort im Mülleimer?

Keiner Kommentiert!
Du arme Sau! Wenn du darüber bloggst, das keiner Kommentiert, liegt das a) an deinen Beiträgen. Manche Sachen können nicht kommentiert werden, oder schreibst du, wenn du dir irgendwo ein Video angeschaut hast, immer „Cool“ drunter? Darüber zu schreiben, das keiner kommentiert ist einfach nur ein Schrei nach Aufmerksamkeit – und ein Betteln darum. Wenn was kommen soll, dann schreib, das was kommt. (HIER ein paar Tipps)

Zusammengefasst: Bloggen ist was tolles, aber man sollte immer im Auge behalten, dass wir alle nicht zuviel Zeit haben. Also muss sich der Blogger überlegen, was interessiert, wie er seine Ziele mit unseren Wünschen in Einklang bringen kann. Und wie viel er von seiner Privatsphäre veröffentlicht. Schmutzige Wäsche ist selten im Blog sinnvoll untergebracht.
Überleg dir genau, was du für wen schreibst – die Vernunft deiner Leser hängt davon ab!

* Acquaintance, n.: A person whom we know well enough to borrow from, but not well enough to lend to.

Bobby

Verdammt, ist das lässig.
Happy Birthday, Mister McFerrin!

Der Wachturm

Gerade gelesen, das der Wachturm der Jehovas Zeugen mit einer Auflage von 25 Millionen vermutlich das größte Magazin der Welt ist. Was sagt das Über die Welt aus? Aber vielleicht schaffe ich es, bei der Photographie ein paar Leser dazu zu bringen, von Tür zu Tür zu ziehen. Muß ich nur noch eine Religion gründen.

Ron L. Hubbard: Wer wohlhabend sein will, muss eine Geschäftsidee haben. Wer stinkreich werden will, soll eine Religion gründen.

Hm. OK, das hat Potential. Ich bin Hohepriester (natürlich…), die Glaubenskongregation ist dann die Redaktion, und da das ganze ja pantheistisch sein soll, brauchen wir Hohepriester/innen:

  • eine Weise Gottheit (Hm. Ist schon schwer genug, heute einen weisen Menschen zu finden. Ein weiser Gott läuft da garantiert nicht in der Gegend rum)
  • eine Meeresgottheit (gerne Surfend)
  • einen Gott des Unfugs (Ferdl?)
  • einen Allround-Gott (Eine Art himmlicher MacGyver)
  • eine Liebesgöttin
  • einen Gott des Journalismus und der Wahrheit (Der Tempel diesen Gottes wird vermutlich in München oder Essen stehen)
  • einen Gott, zuständig für Igel (ernsthaft: wer kümmert sich um Igel? Sie sind klein, schutzlos und werden dauernd überfahren – da haben sie eine eigene Gottheit verdient.)

Interessenten?

Ein Anderes Thema: Schönere Rundungen werdet ihr heute nirgendwo finden!

P.S. – Ein Genußgott. Wie konnt ich das nur vergessen!

Blickpunkt Nebensächlichkeiten.

So, und heute hat sich der Bub was gegönnt: Bildbearbeitung!
Nachdem gestern Abend eine Session stattfand und ich ja aus „Workflow“-Gründen da immer ein bisschen warte, viel mir heute ein, das ich noch eine Ladung Bilder aus der Allgäuer Ochsentour habe.
So zuerst: Das Allgäu!

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OK, soviel zu faden Landschaftsaufnahmen. Um den Blog etwas persönlicher zu gestalten:
Das Haus, in dem der Zeitlupenbaer die ersten 16 Jahre seines Lebens Unfug veranstaltet hat (und das mit den Blumentöpfen war ich nicht!!!)
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Und ja, da war ja auch noch die Mondfinsternis. Recht fad, erwartungsgemäß. Astronomische Spektakel vertragen sich nicht so mit der Aufmerksamkeitsspanne der MTV-Generation. Aber hier, trotzdem:
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Und nur um sicher zu sein, das er sich bewegt hat: Hier sieht man’s deutlich!
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Ratschlag

Viele Frauen glauben, das spezielle Schuhe die Attraktivität erhöhen würden.
Gilt übrigens auch für Schmuck, Handtaschen und andere zweckentfremdete Accessoires.
Darauf nun eine Antwort:

Wenn Männer auf eure Schuhe schauen, ist es sowieso schon egal.

Konsum 1 – Schreibgerät

Die Idee einer neue Serie beschleicht mich gerade: Die Dinge, die ich jedem als Konsumenten ans Herz legen würde. Da ich dafür weder bezahlt werde noch sonstige Vergünstigungen habe, ist das vermutlich mit der journalistischen Ehre zu vereinbaren….

Als erstes zwei Schreibgeräte, die ich persönlich mittlerweile ausschließlich verwende:
Der Füller:
Kaweco Sport – und ich ziehe ihn in schwarz und un-transparent vor. Liegt sehr gut in der Hand, nicht zu schwer, und schreibt mit den Standard-Pelikan-Patronen. Mittlerweile ist mein Füller mit meiner Hand verwachsen – was ich gar nicht mal so schlecht finde.
Der Kugelschreiber:
Hier bin ich relativ auf einen Parker Jotter fixiert – nach 25 Jahren aus klapprigen Plastik-Kugelschreibern weiß ich dieses Schlichte, elegante und trotzdem funktionelle und robuste Schreibgerät sehr zu schätzen.