Der Steinscheisser-karl

Gerade das neue Programm von Josef Hader gesehen.
Hader muß weg. Geil.

Ist zwar nicht mehr wirklich Kabarett,
sondern eigentlich schon Theater, aber trotzdem super.
Sieben Charaktere, 3 davon sterben.
Wir erfahren fasst, wer das größte Arschloch unter
den Österreichischen Kabarettisten ist und was nachts an
Tankstellen passiert, die geschlossen sind. Brilliant!

Aber zurück zum Titel: Ab sofort werde ich den Steinscheisser-Karl
spielen und versuchen, meine Studiengangsleiter oder die
Projektchefin zu schießen – die haben Humor und machen
bei sowas sicher mit. Die Regeln sind denkbar einfach:

Wenn dich jemand fragt „Wer?“ Antwortet man:
Der Steinscheisser-Karl“ und hat damit den
anderen „“Geschossen“ und somit gewonnen.

Zum nochmal Nachlesen: Steinscheisser.

Und in der Anwendung erzählt es Hader selber ab 2:36:

 

Warum der Schwarze Block schwarz ist……

Der landläufigen Meinung zu folge ist der Name Schwarzer Block
von der meist dunklen bis hin zur schwarzen Kleidung abzuleiten.
Viele könnten jetzt sagen das schwarz doch unpraktisch sei,
da Demonstrationen doch meistens im Sommer abgehalten werden.
Ja stimmt, wer sich mal der Überlegung hin gibt, sich im Sommer
mit 100 Mitautonomen Schulter an Schulter bei 32 C im Schatten
auf die Straße zu stellen, der kann sich vorstellen das sich in dieser
Situation nicht nur Schweiß sondern auch Wut und Aggresionen anstauen.
Aber Egal. Was ist Schwarz?

Schwarz

Lieblingsfarbe von 8% der Deutschen. Genau soviel benannten es
als Unbeliebteste Farbe.

Es symbolisiert: Dunkelheit, Schmutz, Tod, Leere, Bedrängnis,
Einsamkeit, Gefühllosigkeit, Modern, Sachlich, Funktional

Das Ende ist schwarz. Was tot ist, ist schwarz. Sich schwarz ärgern.
Warte bis du schwarz bist. Schwarz ist die Farbe der Trauer,
die Farbe der Finsternis.

Schwarz kann jede Symbolik einer Farbe ins Negative kehren.
Rot ist die Liebe – Rot und Schwarz ist der Haß.
Blau und Schwarz bedeutet Härte.

Die Farbe tritt in den Hintergrund und die Form oder
Funktion in den Vordergrund.

Melancholiker hätten schwarzes Blut, ein Black Look ist ein böser
Blick in England.

Schwarz wird gleichgestellt mit bösartig, anschwärzen.
Blackmail bedeutet Erpressung. Ein Black Guard ist ein Schuft.
Zur geheimen Abstimmung eines Aufnahmenantrags in einen Club
werfen die Clubmitglieder schwarze oder weiße Kugeln in eine Urne.
Schon eine schwarze Kugel langt zur Ablehnung des Antrags.

Schwarz verweist auf Verbotenes, Unmoralisches. Schwarzarbeit,
Schwarzhandel, Schwarz brennen, Schwarzfahren. Schwarze Listen
gibt es im Buchhandel und auf dem Geldmarkt.

Schwarz ist die Farbe aller geheimen Organisationen.
Legendär ist die schwarze Piratenfahne.

Und das ist der Grund warum der Schwarze Block schwarz ist

Die Bild erklärt den schwarzen Block

Ein mir bekannter Kameramann hat mich auf einen Bildartikel hingewiesen.


Er ist gefürchtet, radikal – und gewaltbereit!
Bei der Straßenschlacht von Rostock gingen von ihm die Krawalle aus – der „schwarze Block“. Rund 5000 Radikale marschierten am Sonnabend durch die Stadt. Wie sie ticken, wie sie vorgehen – BILD erklärt’s.

Danke Bild! Darauf haben wir gewartet. Das uns das Konservative Fachblatt der Wenig-Denker die Aktuelle Politische Lage erklärt. Mal schauen wie’s wird.

Demo-Taktik
Der „schwarze Block“ ist kein Verein. Er besteht aus Gruppen, die sich per Handy, SMS, Internet verabreden, häufig kennen sie sich von der Uni. Bei Demos bilden sie Ketten. Sie demonstrieren so Zusammenhalt, sind schwerer aus der Gruppe zu reißen. Zur Seite schotten sie sich mit Transparenten ab. Es gibt keine Anführer! Experte Simon Teune vom Berliner Wissenschaftszentrum für Sozialforschung: „Alle sind gleichberechtigt, daher auch der Begriff Autonome. Jeder entscheidet, wie weit er geht.“

„Häufig von der Uni“? Liebe Bild, ist das Etwa ein Bildungsneid?
Und das mit der Gleichberechtigung und fehlenden Organisation stößt dir gewaltig auf, oder? Gerade in Deutschland, wo wir uns ja so gut und gerne Organisieren, in Lobbys, Gewerkschaften und all den anderen Verbänden, die gerne Politiker wären, um an die Guten Pensionen zu kommen.

Mitglieder
Laut Verfassungsschutz gibt es 6000 gewaltbereite Linksextreme. Hinzu kommen „erlebnisorientierte Jugendliche“, die nur Mitlaufen, um Krawall zu machen.

Stimmt, und dem Verfassungsschutz sind sie ein Dorn im Auge, nicht so wie die Lieben Nazis, die zur Hälfte V-Leute vom Verfassungsschutz sind, und leicht zählbar den Parteien angehören.

Kleidung
Schwarze Kapuzenpullis, Sonnenbrillen, Baseball-Kappen. Vor dem Gesicht tragen sie Palästinensertücher. So schützen sie sich gegen Tränengas, können auf Polizeivideos nicht identifiziert werden.

Stimmt, bei Tränengas ist der modische Jugendliche von heute ja gerne im Bikini von H&M unterwegs, und Polizei-videos braucht keiner mehr, weil sich alle gegenseitig mit Handy filmen und denunzieren (= verpetzen, liebe Bildleser).

Symbole
Einheitliche Zeichen gibt es nicht. Beliebtes Symbol: ein großes A in einem Kreis – das Zeichen der Anarchisten.

Wenn es keine Symbole gibt, warum dann darüber schreiben? Liebe Bild: Man sollte nur die Sachen beschreiben, die man beschreiben kann.

Hass
Ihr Feind ist der Staat. Experte Teune: „Die Leute sind fast ausschließlich linksradikal. Sie wollen der Stachel im Fleisch der Gesellschaft sein.“

Endlich! Der Kollektive Bückling der Medien und Vordenker vor der korrupten und unfähigen Exekutive (Stichworte: Stasi 2.0, Spenden, „Große Koalition“) hat es geschafft, alle, aber auch wirklich ALLE im differenzierten Nichtstun einzufangen.

Waffen
Flaschen, Steine, Knüppel. In Rostock auch Messer und sogar giftige Chemikalien. Sie schützen sich mit Lederhandschuhen und Knieschonern.

Stimmt. Aufrechte Staatsbürger ertragen die Schläge der Polizei, lassen sich niederringen und von frustrierten Hauptschülern prügeln (Man ist ja als Demonstrant von der Uni,liebe Bild?)und sollten eigentlich gar nicht demonstrieren. Wer wird denn auch seine Unmut kundtun, wenn er in Deutschland lebt, dem besten aller Länder???

Sprache
Wasserwerfer nennen sie „Taufpanzer“, Schlagstöcke „Migränestäbchen“, Selbst gebaute Brandbomben heißen „Mollis“. Polizisten: „Bullenschweine“.

Jaaa, das ist hart. Im Gegensatz zu „Kollateralschäden“ „Befriedeten Zonen„, „Konferenzen von Volksvertretern mit Sicherheitszäunen„, „Reformpaketen“ und den allseits beliebten „Weichen Zielen„. Sapperlot, das sind Lacher!

Kodex
Niemand soll zurückbleiben. Greifen sich Polizisten einen aus der Gruppe, versucht der Rest, ihn zu befreien.

Seltsam, das das im Land, das angeblich so viel aus seiner Geschichte gelernt hat etwas schlechtes Sein soll…

Aber mal ehrlich: Wenn sich die Vertreter des Volkes (Allesamt angeblich Demokratisch gewählt.) nicht mal dazu herablassen, mit ein paar Demonstranten zu reden, wenn die Große Koalition in einer Zeit der EU-Ratspräsidentschaft NICHTS, aber WIRKLICH GARNICHTS macht, wenn Lobbys, Volks-Verkäufer, Populisten wie die Heuschrecken über das bereitwillig verdummenden Volk herfallen, ist man doch froh, wenn es noch ein paar gibt, die Brüllen. Zu brüllen gibt es genug, aber das ist den Herren Journalisten, den Lieben Predigern und den allseits geschätzten Stammtisch-Nazis vermutlich nicht niederschwellig genug. Und solange nicht Sachen wie Verantwortlichkeit, Integrität und Kompetenz in den Meinungsmachern und Regierenden Einzug halten, muß ich leider sagen:

Lieber Schwarzer Block: Ich halte Nichts, aber auch gleich Garnichts von Gewalt. Aber ich bin trotzdem froh, das es euch gibt.

Reaktion auf Langweilig

Einer von den Outsiders hat das Semester zerpflückt.
Wo er recht hat, hat er recht… aber ich widerspreche fast überall. Auch egal.
Auch wenn ich erst jetzt zum Lesen gekommen bin.
Meine Unmittelbare Antwort darauf:

Die schon lange versprochene Kritik des Semesters.
Technik und Gesellschaft: Ein völlig unnötiger Kurs, bei einer Professorin, die fast eine Party schmeißt, nur weil manche Leute erzählen, wie sie Radio hören. Gelernt haben wir bisher noch nichts, nur das ein gewisser Bayer und Nürnberg-Fan einen Thomas Sobotzik kennt. Note: 4.

Technik und Gesellschaft: Das Chaosprojekt. Gibt jedes Semester eins, und wenn Nerds und Noobs gemeinsam in ein Projekt gehen, isses das, das schlecht werden wird.
Note: 😉

Campusradio – Running Radio: Die Kooperation mit Media ging völlig in die Hose. Nach einigen Alleingängen eines Backenhörchens ist eine vernünftige Zusammenarbeit nicht mehr möglich. Für mich das schlechteste Projekt aller Zeiten, auch weil ich mich jedes Mal aufregen könnte. Note: 5.

Campusradio – Running Radio: S.O. War auch klar: Radio ist doch mittlerweile eh nur noch Bildzeitung fürs Ohr – ja, auch SWR2. Und wenn es um „machete“ geht: Die erste Assoziation dazu ist bei den miesten Leuten Krieg, Dschungelmassaker und ähnlihces. Das Stand in der Beschreibung vom Kurs, wenn ich mich recht erinnere, schon drinnen!
Note: :P.

Kessler – Philosophie: Gezwungen wurde ich, diesen Kurs zu nehmen, weil ich noch einen SuK-Schein brauche und nur an diesem Termin Zeit habe. Nach drei Jahren Philosophie beim Kessler habe ich soviel Ahnung davon, wie die Pia vom brav sein. 🙂 Note: 5.

Kessler – Philosophie: Sag mir mal nix gegen Alfred! Er ist definitiv lässig, macht dir keinen Stress, und wenn man will, kann man bei ihm sehr viel lernen – Aufmerksamkeit und Initiative vorausgesetzt. Bin jetzt gerade am 5ten SUK-schein bei ihm und habe mehr gelernt, als bei vielen anderen Professoren, die nur bekanntes Aufwärmen oder bestenfalls unnütze Zeitverschwendung sind. Note: 2.

Englisch: Ähnlich wie im letzten Jahr: Kann mich nicht beschweren, auch wenn es nicht meine Sprache ist. Note: 2.7.

Englisch: Die Größte Zeitverschwendung seit der Erfindung der Nasenpopel-zentrifuge. Ein debiles stottern über belanglose Themen. Und die Leute, die von sich sagen „Englisch ist meine Sprache“ sind der Überzeugung, das durch diesen Unterricht die Fähigkeiten schwinden. Auch wenn er als Person netter ist als die Letzte Tante, die wir als Dozentin in Englisch hatten, bringt der Unterricht genauso wenig. Verschwendete Zeit!
Note: 5.0.

PR: Viel gelernt haben wir auch hier nicht, nur dass ein anderer Bayer behauptet, dass die Eltern eines gewissen WJ (genannt Hulk) Geschwister sind. Note: 3.7.

PR: Auch hier: Wenn man ein bisschen dabei ist, kann man da viel mitbekommen. Wenn…
Und für die, die In den Journalismus gehen ist das vermutlich die einzige Beschäftigung mit der PR, die sie haben werden.
Hey der Typ, den wir meinen ist halt ein Beweis dafür, das in die FH jeder kommt.
Note: 1,7

Campusradio – Wiki: An sich ist das Thema sehr interessant, doch wird viel zu viel Zeit mit der Bewältigung der Gruppenprobleme verbraucht. Auch die eigentliche Zeit, für den Text, ist mit vier Wochen knapp angesetzt. Ich hoffe jedenfalls noch auf ein Gespräch mit Peter-Jürgen Boock. Note: 3.3.

Campusradio: S.o. Aber warum macht ihr das denn? Das Thema ist so ausgelutscht, sogar die Zeitschrift „Der Christ und sein Hund“ hat darüber geschrieben! Das Wiki wird direkt in den Mülleimer gehen, weil da halt gerade 200.000.03 Artikel sind, die sich mit dem Thema beschäftigen.
Note Gähn.

Mediengestaltung: Alles sehr wissenschaftlich und genauso langweilig. Dazu gelernt hab ich auch kaum etwas, allerdings sind die rhetorischen Fähigkeiten unseres Dozenten der Hammer. Hier ein Auszug: „Hypnotisierung einer Person gegen seinen Willen.. der frisst dann saure Zitronen und sagt sie schmecken süß!“ Note: 4.

Mediengestaltung: Carlo vooooor! Ich find das Lustig, und die ganzen Wahrnehmungssachen sind halt Grundwissen für einen Journalisten, die man aus dem ff beherrschen muss – wenn dir das zu theoretisch ist, bleibt nur der Job auf dem Bau.
Ernsthaft: Er macht das doch schon ganz locker, und ist halt etwas skurril. Und zum skurrilen dürfen weder DU noch ICH was sagen! Was halt nervt sind die Referate. Der soll das ganze in zwei Tagesblöcken machen und gut. Dann muss man nicht immer am Mittwoch für eine Stunde reinkommen, und hat mehr mitbekommen, als immer nur in kleinen Happen.
Note 2.0

Medienökonomie: Einige lehrreiche Dinge kann ich mit auf den Weg nehmen, aber diese stimmliche Folter überwiegt. Note 3.7.

Medienökonomie: Erst einmal gehabt. Während dessen: Maistern draussen. Bullenhitze. Reine Folter.
Note: Grausam!

Fotojournalismus: Praktisch ist dem von Judenwitzen geplagten Dozenten nichts vorzuwerfen. Die Theorieeinheiten – wie zum Beispiel die Fotoredaktion – ziehen den Kurs aber wieder nach unten. Note: 2.3.

Fotojournalismus: Giefer: Yaaaay! Extrem lässiger Typ. Aber der Kurs ist halt auch Wischi-waschi. Die Theorieeinheiten sind Firlefanz (oder haben wir schon die mathematische Begründung des Goldenen Schnitts, die Geschichte der Photographie, die Technik von Sensoren in Digitalkameas oder sonste was komplexeres Gehabt? War ja noch nicht mal die Rezipokregel! Der Giefer könnte uns das sicher gut erklären (Der hat Ahnung vom Thema, und zwar richtig) aber hat das schon irgendeiner gesehen? Die Praxisübungen sind minimal – 5 Bildchen, keine Bearbeitung. Wem das zuviel ist, der soll sich mal überlegen, wo er ist. (Und nein, damit meine ich NICHT dich, geehrter Outsider).
Note: Durchschnittsdrei. Und die Kommentare lesen!

Projektmanagement II: Wie kein zweiter schafft es unser Professor, dessen Spitzname an einen Teletubbie erinnert, theoretische Sachen auf Powerpoint-Folien unterzubringen, ohne dass jemand etwas versteht. Note: 5.

Projektmanagement II: Lolo voooor! Noch ein Toooor! Wieder so ein Wischiwaschi-ding, weil alles, was da erklärt wird, erinnert an Atomphysik in der Sendung mit der Maus. Und Lolo kämpft darum, ein komplexes, sehr diffuses Thema soweit aufzubereiten, das die ganzen Technophoben nicht gleich anfangen zu weinen.
Hihi – „Online“-journalismus. Dachte, diese Vorlesung ist im ersten Semester und wir schreiben da selber eine Datenbank.
Note: 2.

Die Kurse, die wir statt dem Campusradio haben, sind eigentlich nur Lessmöllmann und die Vortragsreiehe WJ.
Lessmöllmann ist halt super – locker, organisiert, einwandfrei und nix zu meckern. Hat a) Spaß gemacht, b) was gebracht und c) isses eine Referenz.
Note: 1,o (!)

WJ-Vortragsreihe: Der Inzucht-heini aus der Tätärä sitzt da auch drinnen. Muss ich noch mehr sagen?

So. Wer will noch was dazu sagen?

Bier. Blah. Click.

Sooo, der Beier ist wieder in der Gegend, und wird heute abend mit dem Lügenden Bayern und der Revolverheldin Schmuggelware konsumieren. Die Gosch ist wegen ihrem Rekord nicht dabei, aber naja, das ist ein anderes Thema.

Noch ein anderes Thema ist die Cybershot R1 von Sony, die ich heute in der Uni in der Hand hatte. Seeeeeeeeeeehr nette Kamera, liegt gut in der Hand (insbesondere von der Größe her – wenn man Hände der Liga „Klodeckel“ hat , so wie das bei mir der Fall ist, ist die Bedienung kleinerer Kameras oft unangenehm und unnatürlich. Aber bei dieser Kamera nicht.) Tolle Features, eine zwar gewöhnungsbedürftige, aber sinnvolle Steuerung…
Würde mir gefallen, dieses Ding.
Falls jemand Will: Amazon Link. Geschenke werden gerne akzeptiert.

Was ich abgebildet habe? Meine Projektgruppe, inkl. Dozentin für das Semesterprojekt. War anerkanntermaßen schwierig, weil ich keine Passphotos wollte – also habe ich alle direkt in die Sonne schauen lassen. Das ist zwar dann immer verkniffen, aber wenigstens natürlich – auch wenn manche Leute der Meinung sind, natürlich wäre, wenn sie die Bearbeitung nicht bemerken und die am meisten bearbeiteten Bilder als am Natürlichsten einstufen, nur weil zufällig am Farbumfang nix geändert wird und die meisten Hautunreinheiten Beseitigt wurden (Ja, Spatzerl, so isses halt! Akzeptier’s oder nimm die Eselkappe!)

Sooo, und mittlerweile dürfte das Bier die richtige Temperatur haben, und ich verschwinde.

P.S. Die Schmuggelwaren sind Zivilisiertes Essen und Trinken, in Hessen eine Seltenheit, da das einzige, was HEssen zum Kulinarischen Welterbe beiträgt, (nach eigener Aussage) Apfelwein ist.

Konstantin Wecker – Der Dumme Bub

Der dumme Bub – ich trau mirs kaum zu sagen,
die Sache schlägt mir wirklich auf den Magen
er war doch einer der verheissungsvollsten Knaben,
da väterlicherseits die besten Gaben.

Er hätt` studieren sollen, das ist heut doch nicht so schwer,
statt dessen wird der Bub ein Fernsehredakteur.
Wär er bloß Räuber oder Terrorist geworden
ich machte mir nicht so entsetzlich Sorgen.

Ich wünschte ihn mir so als einen Mann von Ehre
jetzt sitzt in seinem Kopf die Quotenschere.
Statt daß er recherchiert, vorm Mund kein Blatt,
er onaniert pro Sex und RTSat.

Der dumme Bub – wozu haben wir ihn denn getauft –
hat seine Seele ans Privatfernsehn verkauft.

BLUT SCHWEISS UND TRÄNEN
wie hätten Sie`s denn gern?
Um nicht wirklich hinzusehen
dazu sehn wir fern.

Und hinterm Schein der Wirklichkeit,
dem fokussierten Blick,
macht man von uns unbemerkt
wirklich Politik.

Anstatt das Leben mit dem Geist zu meistern,
muß er tagtäglich, wie er sagt, die Kids begeistern.
Er wühlt in Sex und Tränen, Blut und Schweiß
und fährt jetzt Cabrio. Sein Preis ist heiß.

Er weiß zwar nicht was orthographisch ist,
doch nennt er sich begeistert Journalist
und intoniert das große Jubilate
statt für die Wahrheit einzig fürs Private.

BLUT SCHWEISS UND TRÄNEN…

Sein Haarschnitt kam den Mädchen akkurat vor
darum bewarb er sich auch noch als Moderator.
Nach ganzen Sätzen stand ihm nie so recht der Sinn.
Doch man bestätigt ihn. Gestammel sei jetzt „in“.

Jetzt muß er täglich, ach ich wollt`s schon unterbinden,
für eine Talkshow einen Seelenkrüppel finden.
Der macht dann vor wonach´s ihm sexuell gelüstet.
Erst zeigt man das. Dann zeigt man sich entrüstet.

In `nem Trappistenkloster würde ich ihn gern sehn.
Statt dessen macht er täglich talk im Fernsehen.
Und wenn jetzt mancher schreit:
So haben wir das nicht wollen!
Man hätt` den Kirch im Dorfe lassen sollen.

EV: live ´98 (1998)

Meldung

Das Dringendste wurde erledigt – der Beier ist wieder da.

„Sanity or something alike will be resumed soon. Please do not leave your immediate seating area.“

Zwischen Tür, Angel und Blog

Eigentich ist ja Blogpause angesagt, aber irgendwann juckt es einen in den Fingern. Wenn die Google Analytics gen null gehen, und der lange, dunkle Fünf-Uhr Tee der Seele begint. Man muß sich einfach ablenken.

OK, auch weil ein Prof über Hühnerwürde bloggt, aber das ist eine Ganz andere geschichte.
Ich frage mich: Warum Hühner?
Warum die dümmsten aller Tiere (Wußten sie, das ein Huhn mit einem abgehackten Kopf die gesammte Länge eines Fußballfeldes rennen kann? Für mich klingt das nach einer Eröffnugszeremonie!), und nicht eines, das wirlich würdelos behandelt wird?
Und hier kann man natürlich eine Liste Lebensunwürdigen Verhaltens bringen:
Gänsemast,Schweinezucht, Zirkusdressur, Mode-Hunde, Fischtanks, Hummerrestaurants und noch viele mehr, über die ich jetzt nicht nachdenken will…

OK, zurück zur Ablenkung.
Tja…
Oder wieder in die Blogpause.

Manchmal weine ich sehr…

Manchmal weine ich sehr

Ich will nicht klagen. Das Essen ist reichlich.
Jeden Freitag gibt´s Analyse.
Morgen haben wir das große Mühleturnier.
Und von Werner herzliche Grüße.

Die Ärzte sind scherzhaft, die Pfleger gepflegt,
und sie lächeln unaufhörlich.
Die Pillen sind bunt und täglich
und schmecken wirklich kein bißchen gefährlich.

Manchmal weine ich sehr. Das behalt ich für mich.
Auch daß ich mich sehne nach dir.
Vom Bett aus sehe ich den Park und dich
und die Sonne bis Viertel nach vier.

Es schneit bereits. Doch jetzt im August
ist dir sicher zu heiß, um zu schreiben.
Vielleicht nächstes Frühjahr. Auch würd mich das freuen.
Ich werd noch ein Weilchen hierbleiben.

Die junge Frau Doktor ist jetzt auch nicht mehr da,
und grad die hat noch keinen verletzt.
Die hat auch nicht immer gleich alles gewußt,
deshalb hat man sie wohl versetzt.

Doch das Wichtigste ist: daß Werner und ich
kaum mehr in Behandlung waren.
Wir sind bald gesund. Auch wenn Werner meint,
die wollen jetzt Strom an uns sparen.

Manchmal weine ich sehr. Das behalt ich für mich.
Auch daß ich mich sehne nach dir.
Vom Bett aus sehe ich den Park und dich
und die Sonne bis Viertel nach vier.

Konstantin Wecker
EV: Liebesflug (1981), Live in Muenchen (1981)

Zum Geburtstag, Herr Konstantin Wecker, wünsche ich ihnen alles Gute und möchte meine tiefsten Respekt vor ihrer Person, Sprache und Musik bekunden.