In der Steinzeit…

… wäre ich wohl schon tot.
Nicht, weil ich einen Dino-Lockduft verströme oder einen unbezähmbaren Entdeckerdrang habe, der mich in unerforschtes Territorium führt.
Nein, einfach weil ich immer zwei Anläufe brauche, um ein Feuer – auch in einem Kamin – anzuzünden. Das ist zum einen als „Naturbursch“ peinlich wenn man sich innerhalb von 2 Tagen viermal fast ins Jenseits befördert, und zum anderen könnte ich es meinen Mit-Neanderthalern nicht mal verdenken, wenn die mich nach dem dritten Versuch aus der Höhle in die Eiszeit werfen. Mit Grunzen kann man sich nicht auf feuchtes Holz herausreden. Was will man sagen?
Uuuug.
Tschaka.
Zoooog.

Ach ja: Bin jetzt im Allgäu, und so schaut es draussen (jenseits der Blogsphere) aus:

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Ich Lusche.

Manchmal frage ich mich, was aus den wahren Männern geworden ist. Ich bin keiner, denn wie ich so Tschernobyl-Mandarinen-schälend dasitze, mir über die Gesundheit meiner Zimmerpflanze (die eh schon tot ist) Sorgen mache, und mich von Katzen terrorisierenden lasse, denke ich mir:
Vom wahren Mann bist du echt weit entfernt – sogar der Klodeckel ist runtergeklappt.

Als ausgleich Sex Pistols laufen lassen, mitgebrüllt und Kernchen auf den Boden gespuckt.
Das balanziert es nicht aus, aber es hilft.

Die unwichtigsten Vorkommnisse 2007

Ich will gerade für den lügenden Bayern das Geburtstagsgeschenk organisieren – ein Wein aus dem Jahre 78. Der kam in die Flasche, wie der Ferdl das erste Mal an die Flasche kam, sozusagen. Und schreibe eben per Email einen Weinhändler an, ob er denn einen aus dem Jahre 78 hat. Die lakonische Antwort: (und das war die gesamte Mail)

1978 oder 1878 ?

Irgendwie ist mir das Wein-Gewerbe unheimlich.

Fotokunst : Zum Brüllen! Vor allem dieser Wunderbare Schatz: „“Ich mach jetzt was fotokunstmäßig“ Und das ist dann das einzig zutrreffende Attribut „mäßig“. Danke, Hr. Dollinger – ich bin wiehernd vor dem Bildschirm gelegen!

Naja, zusammengefasst, ich habe dieses Jahr als geplagter Spielball von Redakteuren, Kommilitonen, Rheinländern und dem Schicksal verbracht. Der zugehörige Test stimmt mir zu:

I am 81% Tortured Artist.
No one gets me! And won't until I am dead!

Angst, and bitter resentment drive me to create works that not a single idot will ever come close to grasping. Ah, the raw and unforgiving statements that bleed from my soul are so misunderstood.

Und wo ich jetzt im Ausland war, habe ich meine Dialekt ja auch stark eingeschränkt: „ebs“ = „etwas“ , „scho“ = „Leck mch am arsch“, „nab“ = hinunter“ , „nüf“ = „hinauf“, „Wos?“ = „Wiebitte“ – damit sind Rheinländer und sonstige Preißn schon überfordert… Und (mitgezählte) 342 mal den Spruch „Deutsch ist ja nicht deine Muttersprache“… Ja, das Praktifanten-leben ist ein hartes.

Dazu hat mich mal wieder die Listen-Krankheit erfasst. und zwar Alben. Momentan die 10 Besten (nicht Geordnet), die sich jeder sofort bestellen kann – das sind die, die ich mitnehmen würde auf die Insel. Ja, auch nach England, bevor dumme Fragen kommen 😉

Nick Drake: Five Leves Left (Danke Flo)
Sidsel Edriksen und Bugge Wesseltoft: Out here, in there
Sting: Songs From The Labyrinth
Otis Taylor: Truth Is Not Fiction (Danke Elmar)
Keith Jarrett: Koeln Concert
Damien Rice: 0
Dr. John: Desitivly Bonnaroo
Joe Jackson: Afterlife
Queens of the Stone Age: Songs For The Deaf (Merci, Luis!)
Tomahawk: Anonymous

Ach ja, und der Grund der Blog-pause ist schnell erklärt: Ich bin ein plappermaul!
Denn es war geplant, den lügenden, aber selten bloggenden Bayern zu überaschen. Geburtstag und so. Und ich hätte mich verplappert. Und jetzt bin ich nach einer Ochsentour im Allgäu, aber davon demnächst mehr…

Schrubb-Schrubb, Brumm Brumm und Hust-Hust

Drei Sachen geben mir zu denken, und es ist noch nicht einmal Morgen:

1) Das Schrub-Schrub
Warum ist es in den Augen der Essener Stadtwerks-Schauspieler (die tun nur so als ob) nötig, die Straße vor meinem Schlafzimmer, die normalerweise totenstill ist, um 6 Uhr morgens mit einem dieser Hochdruck-Kehr-Maschinchen zu reinigen. Kennt ihr die? Mit dem nervigen Gelben Lichtblinker, der ästhetischen dreckig/Orange-Beschichtung und dem winselnden Kompressor, der verzweifelt versucht, die Kaugummireste, Zigarettenstummel und allgemeine Ruhrpott-Schäbigkeit wegzu-“kärchern“. Und das eine Stunde, bevor ich aufstehen will. Und ich frage mich: BRAUCHTS DAS????

2) Das Brumm-Brumm
Das Die Werbebranche nicht immer mit einem vollen Blatt spielt wissen wir. Auch das die Gewaltproblematik als Thema auf dem Tisch ist. Aber warum macht dann eine Bekannte Heimwerker-Markt-Kette Werbung: „Ein Haus voller Geschenke“. OK, denke ich mir, ist ja schon nett. So blauäugig, das ich glaube, der Kunde würde beschenkt werden bin ich mittlerweile auch nicht mehr. Aber: Warum ist das zentrale, mittlere Geschenk in der Mitte all der anderen Geschenke eine KETTENSÄGE!
“Hey, Schwesterchen, Frohe Weihnachten!“ KREIIIIISCH!
“Hallo Opi! Frohes Fest!“ FLAAAAAAARRRRRRTSCH!
Weihnachten ist hart genug – da brauchen wir nicht noch das Psycho-Massenmord-Equipment als Plakatwerbung!

3) Das Hust-Hust
Und was mir noch zu denken gegeben hat: Ich will mir Tabak holen. Ich schleiche in den Tabakladen, der auf der morgendlichen Kriechspur zur Tram-Station ist.
„Morgen. Zweimal Madura Leaf bitte.“
„Haben wir nicht da, aber kommt Donnerstag wieder rein“
„Hm, Schade.“
“Ja, sie sind der einzige im Viertel, der diesen Tabak raucht, wir haben den immer für sie bestellt.“
MOOOOOMENT MAL!
Ich bin 2 ½ Monate in einem Stadtviertel, und bin schon privilegierter Sonderkunde im Tabakladen?
What the fuck!!!!!
Das gibt mir echt zu denken – weil ich a) noch bei anderen Tabakhändlern Kunde bin und b) vielleicht zu viel rauche….

Der Endspurt zum Endspurt.

Der Endspurt steht an!
Nachdem andere schon fertig sind oder bald fertig werden, geht es auch bei mir aufs Ende zu. Jetzt geht dann erstmal die typische Endjahres-Ochsentour los, nur diesmal ohne Abstecher nach Dresden. Eigentlich will ich mich ja nicht beschweren, aber das hoch und runter und hin und her, dazu eine Wohnungssuche (Brrrr….), ein Praktikumsbericht (Vielleicht hier im Blog? Liest ja eh keiner aus der Redaktion, gell, Sibi? Blogger und so.), die Kamera , Photosessions, Nebenjobsuche…
Hach, das Leben ist eins der härtesten. Aber wenigstens habe ich den passenden Laptop für meine Vater gefunden. Man muss auch für kleine Sachen dankbar sein, habe ich mir sagen lassen. Und da wir uns ja der Zeit unmässiger Gier nähern, könnte ich eigentlich standardmässig bei jedem Beitrag auf meinen Amazon-Wunschzettel verlinken. Mache ich ab dem nächsten Beitrag, versprochen!

    How To: Tie a Tie in Under 10 Seconds : Danke, liebes Internet! Diese Krawattentechnik sollte es sogar mir erlauben, den einen guten Knoten, den ich bei meiner geschafft habe, auch mal zu l�sen.

P.S. : Heute das erste mal für einen Blogbeitrag den Duden konsultiert. Da sag noch einer, Praxiserfahrung bringt nix! Sofort auf die Amazon-Wunschliste gesetzt!

Und wenn man schon nicht mehr daran geglaubt hat…

… passiert es endlich!
Nach 4 Jahren Überzeugungsarbeit hat mein Vater einem Notebook zugestimmt! Entweder wird er im Alter weicher, oder der andere Rechner ist einfach zu miserabel – was sehr gut sein kann. Es liegt sicher nicht an meiner Überzeugungsarbeit – wenn ich meine Vater leicht überreden könnte, wäre vieles nicht so wie es ist – ich wäre zum Beispiel mit 16 nach Paris ausgewandert und hätte meinen Bücherladen eröffnet. Oder mit 8 die Tierarztpraxis. Das heißt, das bald eine der Personen, für die dieser Blog eigentlich geschrieben wird, auch regelmäßig liest. Nach über 700 Artikeln wird’s auch langsam Zeit. Yaaay! Endlich jemand zum Chatten während der Vorlesung… 🙂

Jetzt ist bloß die frage: Welchen Schleppi? Evtlk einen Mac, aber die sind so Sch*** – teuer.