Das Husten des Terroristen

Jaaaa, der kleine Beier ist mal wieder unterwegs – diesmal zum 30ten Geburtstag von Robse (LInk) am Samstag im Allgäu. Falls sich noch jemand erinnert: Dieselbe Party vor 2 Jahren hat mich danach eine Woche ins Krankenhaus geschickt. Eine gewisse Vorfreude macht sich somit breit 🙂
(Ankunft Weinheim – Abfahrt Weinheim)
Weil wir ja alle umweltbewusst sind, fahre ich mit dem Zug. (Da ist ein Denkfehler drin, wer in findet darf ihn behalten), in einem mehr oder minder gepflegten Wagen hacke ich auf den 10-Zoll-Laptop wie ein Berliner „Latte Macchiato“-Saufender-Proletariats-Hirnathlet. Aber es gibnt Entertainment: Hinter mir geht ein Vulkan hoch – ein Husten, auf den ich (als starker Raucher) neidisch bin. Tief aus der Lunge wird Material durch die vernarbten Kanäle nach oben befördert, in Mengen die der akustischen Qualität eines Ffallengelassenen 12-Liter-Topfes verkochter „3 Glocken“-Nudeln in nichts nachstehen. Mit diesem Husten verbindet man ein ganzes Weltbild – die Äderchen auf der Nase, die allgemein rote Hautfarbe, vermutlich noch mit einer leichten Adipositas (mittleres Übergewicht)und einem hellen, ergrauten Backenbart. Dazu ein eher altbackenes Gewand und tiefe Lachfalten. Eine Art Ludwig Erhard, aber mit Humor. Ein westdeutsches, erfahrenes Husten, das es gewöhnt ist, die Karnickel auf der Weide zu beobachten (Sind eigentlich Karnickel und Kaninchen dasselbe? Ich sage ja!), und Sachen mit den eigenen Händen zu bauen. Ein Husten, das man in einer Privatwerkstatt hört, in der alles nach FAS-System* geordnet ist und trotzdem auf Wunsch innerhalb von Sekunden eine 8er Senkschraube, vernickelt, produzieren kann. So ein Husten.

Fehlanzeige.

Hinter mir steht der Vulkan auf und entpuppt sich als ein unscheinbares Frauchen unbestimmbaren Alters und unauffälliger Erscheinung (die Art von Person, bei der man sich im Gespräch üblicherweise bald fragt: „Rede ich mit mir selbst? Ach ne, da steht jemand – Ups, hab ich garnicht gesehen!“.

Aber hey Schwester, dein Husten ist Weltklasse!

Es gibt einen Modellbauladen namens „Volker’s Home“ in Bensheim – der jetzt ja gerade in München weilt (wo ich nahcher auch noch mit dem Zug durchfahre. Bezeihungsweise, ich steige vorher aus – in Ulm, und dann werde ich „in Ulm und um Ulm und um Ulm herum“ (Alter Allgäuer Zungebrecher) den Weg ins Allgäu antreten. Ja, genau. Äh. Weiter im Text.

(Ankunft Stuttgart –
Wie ein bescheuerter Winke ich aus dem Zug, in der Hoffnung, meiner Mitbewohnerin in Spe, Silke, ein bisschen Aufheiterung ins Schwäbische Exil zu übermitteln. Ich lasse mich nciht von der Tatsache abhalten, das wir gerade am Bahnhof stehen und der Schaffner vermutlich gerade mit der Bahnpolizei telefoniert, das die gefälligst den Verrückten von Platz 104, Wagen 8 entsorgen sollen, weil der ihn schon seit 3 Minuten anwinkt, obwohl er allein im Bahnhäuschen sitzt.
– Abfahrt Stuttgart)

Welcher Minderbemittelte Ingenieur im 23ten Semester Kunststofftechnik hat eigentlich entschieden, das ab sofort alle Verschlüsse ein ebeso langes Studium erfordern müssen? Wenn es noch normale Schraubverschlüsse (die mich, ehrlich gesagt, immer Vollends Befriedigt haben, zumindest was Verschlussbedürfnisse angeht) gäbe (Ja, doofe Einschübe, ich gelobe Verschlimmbesserung im umgekehrten Sinn. Das bringt einen immer so aus dem Satz raus, zumal ich sie ja bevorzugt an Stellen einschiebe – also, die Einschübe, nicht die Verschlusssysteme – , die nicht zwangsläufig dafür geeignet sind. Wissen sie zum Beispiel jetzt noch, worum es in diesem Satz ursprünglich ging? Oder in diesem Absatz? Erahnene sie eine Pointe? Lesen Sie überhaupt noch mit? Hallo!!! (Wink, wink). Sehen Sie, warum sollte es ihnen besser gehen als mir, ich stolpere mich da auch nur durch!) würde ich jetzt niht so dasitzen, wie ich dasitze – mit einem Nassen Fleck an verdächtiger Stelle, und ohne Gelegneheit, das zu verbergen. Das Ansprechen der Mitreisenden auf Platz 101 hat sich somit auch erübrigt. Es sei denn, ich schütte mir theatralisch den Rest der Flasche über die Hose. Ich bin dann mal weg.

* FAS: First Available Surface, Erste Verfügbare Oberfläche

Haarige Sachen, kurz vor der Rasur

Dreimal haarig:

1) Wie haarig müssen die Zähne einer Person sein, wenn es ein halbes Jahr braucht, bis das Vordiplom ausgestellt wird?

2) ich muss dringen in den Hundesalon oder zum Schafscherer – die Matte nimmt Biblische Dimensionen an und hindert mich fasrt , diesen Film zu sehen:

3) „Fell: eine imaginäre Biographie von Diane Arbus“. Auch wenn ich nicht recht weiß, wie nahe der Film an der Realität war, strotz er vor einprägenden Szenen:

Die Überblendung vom Bordell zum Beerdigungsinstitut ist weniger verstörend, als man denkt. Verstörend ist nur der Wechseln vom der Leichenhalle zum Restaurant.

Das Wiedererkennen der Menschen in ihren Bildern – die Freaks und Spinner, Transvestiten und Aussenseiter – hat denselben Effekt wie „Stargäste“ in Sitcoms.

Offizielle Website zum FilmMehr zu Diane Arbus

Fell – Robert Downey Junior als “Lionel”

Warum klingt die Anweisung „Take off your camera“ obszöner als alles, was je in Kinos mit Roten Vorhängen und schlecht beleuchteten Sälen lief? Und ich beziehe mich jetzt nicht darauf, das es Robert Downey Junior sagt, oder das er hier einen Komplett behaarten Kopf hat. Chewbacca-behaart, nicht Tom Selleck – behaart.

Das Einlegen des Films in eine Rolleiflex KANN eine immense Faszination ausüben – insbesondere, wenn Nicole Kidman dies tut.

Alles in allem: Besser als dieser Film. Wenn auch nicht so Fotografielastig, wie ich mir das vielleicht gewünscht hätte. Sehenswert, aber sehr langsam. Und wundervolle Schauspieler. „Lionel“, der an Hypertrichose leidende Nebendarsteller wird sowohl menschlich als auch abstrakt gespielt – nie ist er ein Mensch, immer nur das, was Diane Arbus (Nicole Kidman) ihn ihm sieht. Zumal hier das „fiktive“ der Biographie zu Vorschein kommt. Der Real existierende „Lionel der Löwenmensch“ starb bereits 1932 in Italien, wodurch die Affäre mit einer Elfjährigen Diane Arbius hätte stattfinden müssen. Kidman hat die Rolle ähnlich angelegt wie in „The Others“ – ruhig, zurückhaltend, niemals um Sympathie heischend – das Gegenteil des Hollywood-Grimassenkinos.

Winterfood – Gewissenberuhigendes Grillgemüse

Gewissenberuhigendes Grillgemüse –
Die Zeit rückt näher. Ich rede nicht vom Meteoriteneinschlag, sondern vom Grillen. Dieses Gericht ist so popel-einfach, das es eigentlich schon fast verboten gehört. Wir brauchen:
Kartoffeln / Tomaten / Zucchini / Zwiebeln / Butter / Alu-folie / Kräuter, Salz und Pfeffer

Wir machen es:
Wir schneiden alles in Scheiben (Diee Kartoffeln etwas dünner), verteilen Butterflocken darauf und Kräuter und wickeln es in ca. 3 Lagen Alu (mehr ist besser) und werfen es auf den Grill. Da es fest verschlossen ist, kann man es auch noch während dem Anheizen drauflassen – ca. eine halbe Stunde oder länger am Rand, evtl kürzer. Immer schön bewegen die Dinger – ca. 2 Umdrehungen pro Bier 😉 – und fertig. Runternehmen und zu den Würsten.
Dieses „Basic-garen“ ist einfach, man kann fast jedes Gemüse verwenden und gerade beim Wintergrillen (in ca. 2 Wochen) perfekt.

Ying-Yang.

Nachdem hier die Subline „Putting laughter in Manslaughter“ schon mal zitiert wurde – die ja mit Hilfe eines Plugins jedes Mal wechslet (Insidergag: Hier bitte eine Subline), habe ich mir die Liste mal wieder angeschaut (Hier komplett), und an ein „Entschärfen“ gedacht. Bis jetzt sind die Reusltate eher enttäuschend. Aus

Putting laughter in Manslaughterwurde:
Putting the Fun in Dysfunctionqal.

Das ist jetzt nicht wirklich ein Ausgleich. Aber sozialverträglicher.

Studium für Insider

Habe ich erwähnt, das ich, obwohl ich ALLE Kurse bestanden habe, nun schon seit 6 Monaten meinem Vordiplom hinterher renne? Und wenn wir von „hinterherrennen“ sprechen, meinen wir, mindestens 3 Stunden unterwegs sein. Zu Zeiten, in denen man als Nicht-student einfahc nciht kann, und als Student noch nciht wach ist. In einem Örtchen, das SO am Arsch der welt ist…

Ich denke:

Aber nein, die waren ja in einem Tag fertig.
OJ-Studium in Dieburg. Rock on.

Noch einer:

    Stanford und Starnberg / Telepolis: Ein kleiner Blick auf die Studiengebühren „drüben“. Und das alles, was unsere Intelektüllen und Politikessen von sich plappern wie üblich kaum durchgedacht ist.

dampf aus der schüssel

Es gibt 3 Möglichkeiten.

Erstens: ich bin so ein heißer typ, das es aus der schüssel dampft.
Zweitens: ich pinkle säure.
Drittens: das bad ist definitiv zu kalt am morgen.

Das genug, werter Herr? Man hat mir heute gesagt, das mein Blog zu unpersönlich wäre. Das habe ich mir, wie man sieht, zu Herzen genommen. Aber mal ernsthaft: Ich habe in letzter Zeit wirklich nichts geschrieben, was Rückschlüsse zulässt. Ich gelobe Besserung! Eine neue Kategorie wird „Seelenstrpitease“. Obwohl das eigentlich durch „Eine höhere Form der Vernunft“ schon reichhaltig abgedeckt ist, aber wenn jemand Anspielungen nicht versteht…
kann man eigentlich nur noch mit der Gußeisernen Pfanne helfen.

Nun gut: Der Umzug! Soweit größtenteils fertig, die Decke habe ich heute gemacht, das Fotoregal ist auch eingeräumt, die Fenster sind geputzt, man sieht also nach draussen, ob man das nun will oder nicht.

Also, das Fotoregal. Die Objektive sind auf der Rückseite, der Keller ist damit voll, aber was soll’s. Hinter der Kamera befinden sich noch Zubehörtische, Ladestation, Entwicklerdosen und so weiter.

fotoaustellung

  Nochmal aus der Nähe:

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Auf die Decke bin ich besonders stolz, zumal ich mich auf naturbelassenen Farben beschränkt habe.

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Das erste Bild aus dem Fenster (auf der einen Seite) und in die Berge (Auf der anderen Seite) ist auch geschossen.

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Das ist natürlich alles ein riesiger Haufen dampfender Mist, das sind Bilder, die ich gemacht habe, wie ich mit der Grinsekatze zum Geburtstag des Lügenden Bayern in München war.

  • Mein „Fotoregal“ ist die Fotografie-ausstellung des Deutschen Museums. Man darf ja wohl noch träumen, oder? Und in der Ausstellung liegen ein paar Schönheiten dazwischen. Nicht viele, aber ein Paar. Die Hasselblad hätte es mir angetan, und eine von den großen Lochkameras ist eine wirkliche Schönheit – altes Holz, fein ziselierte Beschläge, Großformat – schon schön. Auch die analogen Nikons strahlen immer noch ein ganz besonderes Sexappeal aus.
  • Die Decke ist eine Replik der Altamirahöhle. (Wikipedia-eintrag)
  • Die Winterlandschaft ist lange vorher entstanden und der „Fensterblick“ ist aus der Spielzeugabteilung des Museums entstanden – die Isar wirkt noch viel grüner, wenn man darauf wartet, dass Damen sich auf dem Stillen Örtchen austoben (oder was Frauen sonst so da machen – ich schließe mich da Walter Moers an und vermute, das es was Ausserirdisches ist).
  • Das Mädel in Rot vor dem Fotoregal nenne ich Grinsekatze – sie zählt natürlich zu den Schönheiten, die man gerne mitnehmen würde. Obwohl Sie da nicht rumliegt. Und wenn, dann nicht lange. Vor allem würde ich sie zur „Verwaltung“ meiner umfangreichen Nachkommenschaft einsetzen – als Herrscherin des Kinderreichs, sozusagen. Ich stelle mir das so vor:

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