Genussvolles Umziehen

Umziehen ist was Tolles – mit einem bisschen Planung ist es eine wunderbare Möglichkeit, mal wieder alle Platten der Sammlung in die Hand zu nehmen, und Bücher, diese zu sortieren. Denn in der staubigen dritten Reihe stehen Papierfreunde, die nicht nur seit dem Einzug dort warten, sondern auch noch die klassischen „Zettel, die wichtig sind, und um die man sich SOFORT kümmern wird“, sowie Einmerker, Reservekaugummis und allerlei anderes. Dies ist natürlich eine willkürliche und absolut unspektakulär, aber zurück zu den Büchern. Diese werden ja jetzt nun geordnet, und zwar in die Kategorien

  1. „Unbedingt sofort noch mal lesen“,
  2. „Noch mal Lesen“ und
  3. „Wo kommt das denn her?“.

Dazu noch lauter liebgewonnene und vermeintlich verlegte Gegenstände. Die werden dann vorsichtig verpackt und für den Transport eingekistet, um dann dort am vorherbestimmten Platz gelagert zu werden. Alles in allem eine mediative Zeiot, in der man das vergangen reflektiert, liebgewonnens bewusst wertschätzt und vor allem reflektiert, wo man herkommt und hingeht.

Das ist natürlich alles Bullshit, bei mir ist gerade „Land unter“, die Planung ändert sich im Stundentakt, das Umzugsunternehmen hat mich auf Speeddial, ich habe den Vermieter auf Speed-Dial, wir reden alle aneinander vorbei. Der Mitbewohner (wer ihn kennt, wird wissen, wie das einzuordnen ist) sagt schon „Nimms’s locker!“ und Twitter glüht mit Bullshit. Bis ich in Hamburg anfange (offizieller Jobrelease folgt noch) habe ich weiße Haare, einen Schlaganfall und vermutlich auch drei neue Ticks in meinem Neurosengarten.
Alles wird einfach so in die Kisten gestopft, und in der Hansestadt werde ich ein paar lustige Tage mit „Was ist das?, wo kommt’s her?, was soll ich damit?, ist das von mir? und wo soll ichs hintun?“ verbringen. Ganz zu schweigen davon, dass nach aktuellem Stand alles bereits eingekistete noch bis mindestens nächsten Montag in meinem Zimmer stehen wird. Jemand Lust, Cowboy und Indianer zu spielen? Kann gerade gut ein Fort bauen!

Wake me up when we hit 2001….

Mafia Wars auf Facebook_1264250082107
Mafia Wars Profil. Aaarg, the document of Wasted Times.

… and I just did.

Really.

Not that it just dawned to me, that we have, or rather had, 2001. That I got as early as 2005, but 2001 energy points in an colossal waste of time. Zynga’s „Mafia Wars“ is a browser game, where you are some mobster, who climbs the ranks to „Big Boss“, Godfather or whatever the main man the mafia is called.
You do that by fullfilling duties – rob someone, steal shit, kidnapping, killing, elobarate heighsts and as load of violence. All that happens in rather unattractive interface, where accomplishments are embedded in tastles, slow-loading Html-Sides, and god forbid, that there could be something dynamic. Noooo Sir.
So, if you ask, „Whell, since you are a very high level, how much time does that take“ and we’ll assume that you ask that and aren’t just searching for nudie pics (Yeah, I know, so shut up. I see the search logs…). So, the answer to this question is:

Too fucking much.

So, what’s happening next? I guess I’ll stop playing, since from now on, there are more important things happening, and whoever finds a way to export achievments, shall have all of mine. But that’S not why you are reading this, isn’t it? OYu want the dirtierer details of life, soooo…  I have to dissapoint you, nothing I CAN tell you YET.
Hamburg, searching for a flat, the job and so forth is coming soon. The news are in the twitter-fdeed, or in the facebook conversaations, or maybe just in person. because they are not ready to be shouted from the roofs. Which I will, believe me! But I’ll wait until it’s a little warmer.
And not that slippery anymore (whoa, flat-hunting in Hamburg with -7°, to little clothes (not what you think, but too thin a jacket and no Ice-proof shoes) and my sense of orientation. No fun, no fun at all.) But, when and if  I get a grip and get it all together (not the case, right now) and can safely climb to the roof, than I’ll be shouting it.

Really! I Will! That’s a promise! With pictures and interactiove content and everything! All the web-shit I can muster!

And if you didn’t get the reference in the Title (it happens, as you get older, that the obvious references are only obvious for yourself. Maybe babbling mummys are the hight of philosophy and wisdom, but who knows? Besides, I’m not quite ready, to be a dirty, ununderstandable and old man yet. If I a am aqlready dirty (duh) and old (pft) I want to be at least understandable.  So.)  here`s the reference, the sweet sounds of innocenct times, my youth in the eighties.
Still rockz, in my opinion, but if you disagree, you’re just to young. And wrong, ‚cause let me tell you, youngster, the problem with your generation is, that you think you invented sex!

Melissa Etheridge – 2001 (on youtube 1:20 for the song)

Kalt…

…isses hier Gott sei dank nicht – ein leichtes unwohlsein, mit angekühlten füßen. Anderswo ist das anders. Aber anderswo ist immer anders, weswegen es ja das anderswo ist, sonst wäre es nebenan.

Allgaeu 2010 Januar Schnee 7 Allgaeu 2010 Januar Schnee 6

Will wer raten, wo die Bilder herkommen?
Gibt auch nix zu gewinnen…

Allgaeu 2010 Januar Schnee 5 Allgaeu 2010 Januar Schnee 4 Allgaeu 2010 Januar Schnee 3

Nichtsdestotrotz hat dieser Beitrageinen tieferen Sinn
– seit dem jeden Besucher als erstes Bild meine Fresse anschaut,
sind die Besucherzahlen rapide gesunken 🙂

Allgaeu 2010 Januar Schnee 2 Allgaeu 2010 Januar Schnee 1

No more twenty-something

30.
DREISSIG.

11110.
Nun gut, jetzt ist mein Lebensalter 30.
Ab sofort werde ich mein Lebensalter nur noch Hexadezimal angeben. 1E.

2 mal 15 Jahre Alt: Doppelt die schlimmste Zeit der Pubertät. („Mami, warum guckt Hubert immer beknackter aus?“ – „Sei ruhig, er ist gerade in der Pu-Bär-Tät!“)
3 mal Zehn: Trotzphase ahoi…
6 mal „grad eingeschult“.
0,5 mal Kurz vor der Pension.
0,25 mal vorm Altrersrekord bei einem Homo Sapiens Sapiens.
6 Jahre seit dem letzen Mal „Haben Sie einen Personalausweis“ beim Alkohol kaufen.

Kein Twenty-Something, und der Zwang zum Jugendlich sein fällt auch immer mehr weg – also, Kinder im Park anzumeckern noch nicht, aber man darf jetzt schon des öfteren mal sagen „Ne, das muss ich jetzt nicht verstehen“ und hat auch die gravitätische Weisheit, um die Phrase Mei, bist du blöd zu verwenden. Darauf freue ich mich ehrlich gesagt schon ziemlich, denn die übertrieben Toleranz unserer Generation (Wobei ich das „Unserer“ hier sehr freundlich anwende) geht mir Mittlerweilen ganz schön auf den Senkel – nicht weil ich Toleranz an und für sich schlecht finde, sondern weil sie das Lachen verbietet.

Mal ehrlich:

Eine Generation gleichgeschaltener Individualisten (Klicker…klicker….klicker. Hats schon gescheppert? Oder noch am Neon-Lesen/Chucks-Aussuchen/Nachrichten-glauben?),
mit einem Gerüttelt Maß „Ethno/Psycho/68er-Parolen/Gimme!Gimme!Gimme!“, einer Portion „Ne, Mathe war nie mein Fall“-Ignoranz und ein paar Parolen schafft in einem Schwatz auf der Straße mehr Lacher raus als die Komödianten der 70er. Sieht man an sich selbst auch, aber da darf man wenigstens noch Lachen.

Andere sind da weniger tolerant (Weil Toleranz ja immer nur ZUM Lächerlichen geht, nie VOM Lächerlichen kommt – ähnlich wie Emanzipation), und reagieren etwas pikiert, wenn Sie auf Ihre Erzählung vom Reiki-Kurs, der Shopping-Spree (Wurde mir gegenüber im Satzfluss angewendet!) und den „Das-musste-Lesen-hat-mein-Leben-Total-verändert-Buchtipps“ drittklassiger Komödianten und stotternder Psychosen-Krimis nur ein wieherndes Gelächter ernten. Oder auf „komplizierte Fragen“ nur ein Kopfschütteln, ein Seufzen und einen Themawechsel.

Auch lässig: neue Gesprächsoptionen sind freigeschalten:

  • „Wollen wir gemeinsam in die Seifenfabrik?“ (Anmach-Spruch, gelichzeitig Allgemeinwissencheck)
  • Die Stammkneipe heißt Kadaverkiste (Jetzt riecht sie nur so, auf dem Schild steht noch was anderes)
  • „Hach, ich hab das noch anders gelernt!“ (Sag ich jetz auch, aber immer mit Verweis auf ein bayerisches Abitur)
  • „Ich bin zu alt für diese Scheiße“ (Allzwecktauglich)
  • „Sorry, hab dir nicht zugehört, mein Hörgerät ist kaputt“ (Höflicher als „Mein Gott, bist du blöd!“)
  • „Ihr glaubt wohl, eure Generation hat Sex erfunden!“ (eine Art Joker)

Ausserdem darf ich jetzt jüngere Leute mit einem stilvollen, weil bleigefassten, Gehstock schlagen. Ein paar andere Tätigkeiten fallen mir auch noch ein, aber die will man den Lesern nicht zumuten – Ihr seid dafür noch zu jung.

Hehe – Gute Zeiten voraus!

Weiterlesen „No more twenty-something“

Kunst will leiden

Kunst um der Kunst willen,
der Künstler muss leiden,
brotlose Kunst,
der Schmerz der Schöpfung

– zum Leiden der Kunst gibt es ja bekanntermaßen eine Menge an hohlen Phrasen aus für gewöhnlich noch hohleren Köpfen. (Kann man „Hohl“ überhaupt steigern?) Wie komme ich drauf? Ganz einfach – ich schreibe gerade eine Story zum Webdesign für Fotografen, und feile mittlerweile an vermutlich etwas esoterischen Auswüchsen – zum Beispiel, dass man das Portfolio gefälligst beschränken soll, weil es sonst peinlich wird, und Bilder, die nicht gut genug sind für die erste Seite des Portfolios gleich ganz rausgelassen werden können.
Wie’s der Teufel und die Bilder-Pipeline aber so will (und ja, mein Pipeline hat eine eingebaute Zeitmaschine mit Hächsler und Zufallsgenerator, also beschwert euch nicht) gucke ich in meinen Flickr – Account, und sehe, dass ich bei praktisch jedem Album die Regel komplett vernachlässigt habe – Hunderte von Bildern, wo man sich doch eigentlich mal auf 12 oder maximal 15 Stück beschränken wollte.
Um sicherzugehen, dass man nur die Besten zeigt. Und wie es so oft ist mit Vorsätzen, die werden im Nachsatz meistens mit „Aber“ eingeleitet, und das Aber beschreibt meistens die Konditionen – zum Beispiel, dass man genügend Zeit dafür hat, und daran denkt, und dass im Internet gerade nix interessanteres passiert.
Also gönnte ich mir meinen Nachmittag der Schmerzen, und habe aussortiert.Für Nicht-Fotografen vielleicht nicht verständlich, aber lasst es mich verdeutlichen. Stellt euch vor, Ihr habt Kinder. Welches könnt Ihr weggeben? Also, nicht „mal spielen“, sondern Sag Hallo zu dem netten Onkel von der medizinischen Forschung.
So ist es auch mit Bildern. Die ersten 8 Alben sind „überarbeitet, ich bin schweißgebadet, schmerzverkrampft und habe ein bedenkliches Zucken im Augenlid.  Und um Sicher zu gehen, dass ich Kunst betreibe, habe ich mir zur Erhöhung des Leidensdrucks auch noch den Fuß am Schreibtisch richtig angehauen. Und falls jemand fragt, wie ich dämlicher Knipskastenkasper darauf komme, mich als Künstler zu bezeichnen, kann ich darauf nur antworten:

Werde ich Reich damit?
Frisst es einen Riesenteil meiner Zeit?
Spüre ich das Bedürfniss, es zu tun, auch wenn es nix bringt?
Blicke ich auf Leute herab, die nicht darüber salbadern können?

(Allgäuer Dialekt ON)
Kunst ‚mer fünf Mark leihen?
(Allgäuer Dialekt OFF)

P.S: Das Wort „Knipskastenkasper“ finde ich irgendwie super.
Ich glaub, das verwende ich ab sofort als neuen Spitznamen.

Die schlaffste Weihnachtsmail aller Zeiten

Weihnachtsmail:

Joa, war nun ja doch mal Weihnachten – fallstes noch nicht mitbekommen hast – und da alles recht hektisch ist, mit aus-dem-Winterschlaf-aufwachen und Schal anziehen, wünsch ich halt nun mal fröhliche Weihnachten und so. Und naja, weil’s gleich drauf kommt, und man sich dazwischen ja eh nicht sehen wird, auch noch ’nen guten Rutsch.

Gruß,
Bela

So oder so ähnlich hätte dieses Jahr meine Weihnachts-Mail ausgesehen, weswegen ich auch darauf verzichtet habe. Warum die so schlaff gewesen wäre? Vermutlich weil mich Weihnachten dieses Jahr wie selten zuvor angekäst hat, und zwar seit Oktober. Und nicht, wie aus der Formulierung der potenziellen Mail ersichtlich wäre, dass ich ein Drogenproblem entwickelt hätte, eine Lobotomie in der Lotterie gewonnen hätte oder gar verspätet die Wirkung des Studiums angeschlagen hätte.

Und auch wenn die Feiertage selbst – wegen des Besuchs – recht angenehm waren, hat es mir zwischen dem Darmstädter Grau, überzuckertem Glühwein und allgemeiner „Was-neues-muss-passieren“-Stimmung den Festtagsrummel ausgetrieben. Was dafür Spaß gemacht hat, waren die Recherchen für die Geschichte, die ich gerade schreibe, ein paar Bilder zu bearbeiten (eins oben, und weitere unten aus einer Porträtsession mit einer Kommilitonin, weiter von einem Kollegen folgern bald). Und wie gesagt der Besuch, mit dem ich eine beeindruckende Menge an Weinflaschen vernichtet habe – man muss auch auf kleine Dinge stolz sein.

Der Rest vom Album auf Flickr: flickr.com/bela-beier/sets/902/

Und ein kurzer Nachschub: Der neue James Cameron, „Avatar“ ist miserabel – tut es euch nicht an. Die angeblich „so tollen Bilder“ matschen sich gegenseitig tot, die herausragende Aufnahme, die im Gedächtnis bleibt, hat gefehlt, und magersüchtige Riesenschlümpfe die sich durch eine von Kleinkindern vorhersehbare Handlung stottern, sind jetzt nun auch eher für einen „Speziellen“ Geschmack interessant. Wenn der Film wenigstens polarisieren würde, aber eine fade Ökokrieger/BigBadCompanyisbad/Auch-du-kannst-ein-Held-sein-wenn-du-durchhältst/-Story war nun einfach mal“Der sich den Wolf tanzt“ mit Schlümpfen.

Die angeblich so tollen Special Effekts sind – meiner Meinung nach – auch eher durchschnittlich, da zum einen alle Aliens mehr oder minder gleich aussahen, die Naavi, also, die Handelnde Spezies, auch sehr bekannt vorkam und die fehlende Kamera-Arbeit hat mit komplett durchgeschärften Bildern und völlig kitschigen Einstellungen die eventuelle Wirkung totgetrampelt hat. Als Fazit des Films:

Meh.

nd ein kurzer Nachschub: Der neue James Cameron, „Avatar“ ist miserabel – tut es euch nicht an. Die angeblich „so tollen Bilder“ matschen sich gegenseitig tot, die herausragende Aufnahme, die im Gedächtnis bleibt, hat gefehlt, und magersüchtige Riesenschlümpfe die sich durch eine von Kleinkindern vorhersehbare Handlung stottern, sind jetzt nun auch eher für einen „Speziellen“ Geschmack interessant. Wenn der Film wenigstens polarisieren würde, aber eine fade Ökokrieger-Companyisbad-Auch-dukannst-ein-Held-sein-wenn-du-durchhältst-Story war nun einfach mal“Der sich den Wolf tanzt“ mit Schlümpfen.

Die angeblich so tollen Special Effekts sind – meiner Meinung nach – auch eher durchschnittlich, da zum einen alle Aliens mehr oder minder gleich aussahen, die Naavi, also, die Handelnde Spezies, auch sehr bekannt vorkam und die fehlende Kamera-Arbeit hat mit komplett durchgeschärften Bildern und völlig kitschigen Einstellungen die eventuelle Wirkung totgetrampelt hat. Als Fazit des Films:

Meh.